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Agentur prüft kostenlos Häuser für Solaranlagen

Grasdorf/Laatzen Agentur prüft kostenlos Häuser für Solaranlagen

Wer darüber nachdenkt, sein Wohnhaus mit einer Solaranlage für Energie oder Wärme auszustatten, kann es in den nächsten vier Wochen kostenlos von Energieberatern der Klimaschutzagentur überprüfen lassen. Die Grünen-Politikerin Regina Asendorf hat den Check schon gemacht.

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Der Energieberater Martin Denz (von links), Geschäftsführer Udo Sahling von der Klimaschutzagentur und die Grünen-Landtagsabgeordnete Regina Asendorf besprechen, wie Asendorfs Haus in Grasdorf mit Solarzellen ausgestattet werden könnte.

Quelle: Daniel Junker

Grasdorf/Laatzen. Lohnt es sich, sein Haus mit einer Solaranlage für Strom oder Wärmegewinnung auszustatten? Wie teuer ist das? Und wie wird die Installation der Technik gefördert? Wer solche Fragen hat, kann ab Montag einen Termin mit einem Energieberater der Klimaschutzagentur der Region Hannover vereinbaren. Direkt vor Ort nimmt er das Haus unter die Lupe: Er überprüft kostenlos, ob die Solartechnik für das Haus effizient ist und welche Einsparpotentiale sich darüber hinaus bieten.

Wie das geht, hat die Grünen-Landtagsabgeordnete Regina Asendorf schon mal ausprobiert. Die Grasdorferin kann sich sowohl die Stromerzeugung über Photovoltaik sowie die Solar-Wärmegewinnung vorstellen. Am Mittwoch hat Asendorf ihr Haus deshalb von Energieberater Martin Denz überprüfen lassen.

Um herauszufinden, wie sich das Ganze auf die Kosten auswirken würde, ermittelt Denz bei seinem Hausbesuch zunächst den durchschnittlichen Warmwasser- und Energiebedarf gemäß der Personen im Haushalt. Zudem wirft der Energieberater einen Blick auf Asendorfs Strom- und Heizkostenrechnungen der vergangenen drei Jahre. Im Keller schaut sich Denz die Heizungsanlage an - die ist in diesem Fall abgängig und könnte im gleichen Zuge mit erneuert werden. Beim Zählerkasten stünden kleinere Veränderungen an: Entscheidet sich Asendorf für Solarstrom, würde die überschüssige Energie ins Stromnetz eingespeist. "Dann muss ein Zähler installiert werden, der den ein- und ausgehenden Strom misst", sagt Denz. Bei dem Grasdorfer Haus sei zudem ein Batteriespeicher sinnvoll.

Auch die Dachflächen hat der Energieberater im Blick. "Für die Wärme ist eine Dachneigung von 45 bis 50 Grad sinnvoll", sagt Denz. "Im Frühjahr und Herbst steht die Sonne tiefer, und da wird die Anlage besonders gebraucht." Für Photovoltaik sei hingegen ein flacherer Winkel von 28 bis 35 Grad besser geeignet. Bei Asendorf könne die Wärmeanlage dem entsprechend am besten direkt auf dem Dach und die Photovoltaikanlage auf der Gaube installiert werden.

Oft würden sich Solaranlagen schon nach einigen Jahren rechnen - zumal die Installation gefördert wird. Für die Photovoltaikanlage muss Asendorf etwa 7000 Euro einkalkulieren, für einen optionalen Batteriespeicher würden 6500 Euro fällig. Für die Installation einer Solarthermieanlage rechnet Denz mit rund 12.000 Euro. Dank der Fördermittel bekäme Asendorf rund 3000 Euro erstattet. Nach zwölf bis 15 Jahren, schätzt Denz, dürfte sich die Investition in die Photovoltaik amortisiert haben, bei der Solarthermie wären es etwa 16 bis 17 Jahre. Bei Photovoltaik gebe es eine Herstellergarantie von 25 Jahren.

Den Solarenergiecheck bietet die Klimaschutz ab Montag kostenfrei an. Die Aktion läuft viel Wochen lang - also bis zum 21. Oktober. Auch Betriebe können ihr Potenzial prüfen lassen. Beratungstermine können unter Telefon (0511) 22 00 22 88 vereinbart werden.

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Von Daniel Junker

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