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Kommunen kämpfen gegen illegale Textilcontainer

Laatzen/Hemmingen Kommunen kämpfen gegen illegale Textilcontainer

Der Ärger mit illegalen Altkleidercontainern hört nicht auf. Immer wieder werden diese unerlaubt auf öffentlichen Flächen abgestellt. Während in Laatzen die Maßnahmen ins Leere laufen, hat die Stadt Hemmingen offenbar ein adäquates Mittel gegen dreiste Aufsteller gefunden: Folie und Hinweiszettel.

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Der Altkleidercontainer vor Gleidinger Friedhof steht bereits "seit zwei Jahren", wie es aus dem Ortsrat heißt, illegal auf der öffentlichen Fläche.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Laatzen/Hemmingen. "Bislang wurde vergeblich versucht, die angegebene Rufnummer zu kontaktieren", teilt die Abteilung Sicherheit und Ordnung auf den an den Containern angebrachten Zetteln mit. Wer nicht will, dass der Container kostenpflichtig abgeholt und entsorgt wird, solle die Stadtverwaltung kontaktieren. Um der Ansage Nachdruck zu verleihen, lässt diese die Einfüllklappen der Container inzwischen mit einer breiten, festen Folie umwickeln, sodass die Klappe vorerst nicht zu öffnen ist, erklärt Abteilungsleiterin Andrea Malina.

Das Vorgehen in Hemmingen sei erfolgreich, weil eine Außenwirkung gibt („Die Stadt tut was“) und Nachahmer abschrecke, betont Malina. Zudem seien zwei der zuletzt auf diese Art stillgelegten illegalen Container "innerhalb von einer Woche" aus dem öffentlichen Raum an der Grundschule Köllnbrinkweg sowie der Pumpstation Berliner Straße verschwunden. Bei einem dritten Container, der auf dem Arnumer Freibadgelände stand, notierte ein aufmerksamer Passant das Autokennzeichen des Menschen, der gerade den Container leerte. Gegen ihn leitet die Stadt nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. "Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um ein Exempel zu statuieren", betonte Pressesprecherin Alexandra Jaeger.

Damit bekräftigt die Stadt Hemmingen ihr Vorgehen gegen die illegalen Aufsteller. Zwar zeigte das seit Jahren konsequente Abräumen der unerlaubt abgestellten Behältnisse – 2014 waren es rund 40 – Erfolg dahingehen, dass zuletzt nur noch eine Handvoll Container gezählt wurden. Doch waren damit für die Stadt "erhebliche Kosten" verbunden, wie Jaeger mitteilte. Denn häufig finden sich keine oder nur unzureichende Hinweise auf die Eigentümer, die so versuchen unerkannt schnelles Geld mit Altkleidern zu machen.

Wie dreist die Aufsteller vorgehen, hat zuletzt die Stadt Laatzen erlebt, deren Betriebshof in den letzten Monaten rund 20 illegale Container eingesammelt und vorschriftsmäßig als Fundsache aufbewahrt hat. Zwölf der so eingelagerten Container wurden von den Eigentümern abgeholt, ohne dass die Stadt auch nur einen Cent für die unzulässige Sondernutzung des Straßenraums erhielt, geschweige denn ihre Kosten in Rechnung stellen konnte. Der Grund: Die Eigentümer gaben gegenüber der Stadt an, die Container seien gestohlen und von Dritten unrechtmäßig in Laatzen abgestellt worden, teilte Stadtsprecher Matthias Brinkmann mit. Als Beweis legten sie dafür bei der Polizei gestellte Anzeigen vor.

Bei acht weiteren Containern, die bis zuletzt auf dem Festplatz standen und für die sich offiziell kein Eigentümer fand, ließ die Stadt Hülle und Inhalt entsorgen. Die Kosten für Abholung und Lagerung übersteigen laut Stadtverwaltung den Einnahmen, die es für das Altmetall gab. Die Stadt zahlte also noch drauf.

Dass die Stadt weitere Kosten scheut und deshalb den illegal
 am Gleidinger Friedhof stehenden Container noch nicht abgeholt hat, ist aber ein Gerücht. Wie Ortsbürgermeister Peter Jessberger jüngst im Ortsrat betonte, wurde dieser dem Rathaus schon vor zwei Jahren gemeldet. "Der Container ist uns an der Stelle durchgerutscht", gestand der Stadtsprecher. Er werde "demnächst" abgeholt.

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Von Astrid Köhler

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