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Dietmar Stiller malt jeden Tag ein Bild

Rethen Dietmar Stiller malt jeden Tag ein Bild

Autos, Frauenschuhe, Blumen: Das sind nur einige Motive der fast 1700 Bilder, die der in Groß-Buchholz lebende Künstler Dietmar Stiller in den vergangenen fünf Jahren gemalt hat. Unter dem Motto "A Stiller a Day" stellt der 50-Jährige einige seiner Bilder jetzt beim Kunstkreis Laatzen aus.

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Dietmar Stiller stellt seine Bilder in den Räumen des Kunstkreises in Rethen aus.

Quelle: Tobias Lehmann

Rethen. Seit knapp fünf Jahren malt Stiller jeden Tag ein Bild. "Die Idee der in Amerika sehr populären Daily-Painting-Bewegung ist es, an jedem Tag ein Bild zu malen, es im Internet zu veröffentlichen, Lob und Kritik zu bekommen und es im besten Fall auch gleich zu versteigern", sagte Stiller bei der Vernissage am Sonntag in den Räumen des Kunstkreises in Rethen. In Deutschland kennt Stiller nur wenige Künstler, die sich dieser Herausforderung stellen.

Stiller braucht jeden Tag bis zu drei Stunden, um das Bild zu malen, zu fotografieren, ins Netz zu stellen und noch einen kurzen Text dazu zu verfassen. "Meistens male ich am Nachmittag", sagte Stiller. Am Vormittag gibt er Malkurse oder widmet sich dem Design von Internetseiten - ein weiteres berufliches Standbein. Der 1965 in Köln geborene Stiller hat visuelle Kommunikation und Grafikdesign in Aachen studiert.

In seinem Daily-Painting-Projekt fertigt Stiller meist Acrylbilder, manchmal auch Skizzen oder Aquarelle. Die Motive nimmt er aus persönlichen Alltagsbeobachtungen, die er fotografisch festhält. Einige Eindrücke setzt er auch direkt um. So zeigt zum Beispiel das am Tag der Ausstellungseröffnung auf seiner Internetseite daybydaypaintings.blogspot.de veröffentlichte Bild die St. Petrikirche in Rethen. "Ich habe aber auch eine Mappe mit verschiedenen Fotos, aus denen ich auswählen kann", sagte Stiller.   

Sich im Internet öffentlichen Kommentaren zu stellen, erfordert auch Mut. Doch unsachgemäße Kritik bekommt Stiller kaum. "Diese Gefahr besteht eher bei Malern, die mit ihren Bildern politische oder gesellschaftliche Kritik äußern. Das ist aber nicht meine Intention", sagte Stiller. Auch von abstrakter Kunst sehe er ab. "Nur wenige Bilder gehen in diese Richtung. Mir liegt das Abbilden der Realität mehr", sagte er.

Die Ausstellung läuft bis zum 27. April und kann in den Öffnungszeiten montags von 15 bis 17 Uhr, mittwochs von 10.30 bis 15 Uhr und sonnabends von 14 bis 17 Uhr in den Räumen an der Hildesheimer Straße 368 besucht werden. Der Eintritt ist frei.  

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