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Ausstellung zeigt Gleidinger im Ersten Weltkrieg

Gleidingen Ausstellung zeigt Gleidinger im Ersten Weltkrieg

Eine spannende Sonderausstellung ist ab Sonntag beim Kulturring Gleidingen zu sehen. Die Mitglieder des Vereins haben Fotos und Originaldokumente zusammengetragen, die sich mit Gleidingern im Ersten Weltkrieg beschäftigt. Ausgangspunkt ist eine Ehrentafel, auf der Soldaten zu sehen sind.

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Christian Röhl Vorsitzender des Kulturrings Gleidingen, bestückt eine Vitrine mit einem Brotbeutel, den Soldaten im Ersten Weltkrieg getragen haben.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Gleidingen. Das meiste Material stammt von Christian Röhl, der historische Dokumente aus seinem Heimatort sammelt. Das zentrale Element ist eine Ehrentafel, die der Kulturring-Vorsitzende vor einigen Jahren vor dem Müll gerettet hat. Diese Tafel hat Röhl abfotografiert; die Kopie bildet nun das Herzstück der Schau. "Das Original können wir leider nicht zeigen, weil es sehr lichtempfindlich ist und fast auseinanderfällt." Das Zeitdokument sei nur auf Pappe aufgeklebt und könne deshalb nicht über längere Zeit in der Heimatstube ausgestellt werden.

Auf der Ehrentafel abgebildet sind etliche der mehr als 200 Soldaten aus Gleidingen, die im Ersten Weltkrieg zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Die Gefallenen sind in der Mitte in einem Kreuz zusammengefasst. "Auf der Tafel sind allerdings nicht alle Soldaten abgebildet", sagt Röhl. Er vermutet, dass die Familien damals entweder kein Foto für die Tafel zur Verfügung gestellt haben oder dass es schlicht keine Fotos der nicht abgebildeten Gleidinger gab. 

Für die Sonderausstellung hat Röhl das Ausgangsmaterial weiter bearbeitet: Er hat die Fotos der auf dem Dokument abgebildeten gefallenen Soldaten vergrößert und in Verbindung zu dem Denkmal gesetzt, das neben der Heimatstube steht und auf dem die die Namen der Gleidinger zu sehen, die nicht aus dem Krieg zurückgekehrt sind. Dieses Denkmal wurde am 4. Oktober 1925 vom Kriegerverein Gleidingen übergeben. Zudem hat der Kulturring-Vorsitzende die Bilder der Soldaten in zwei Büchern zusammengefasst - wer etwas Zeit mitbringt, kann sie in Ruhe durchblättern. "Mich haben schon Leute angesprochen, die ganz verblüfft waren, dass ich Fotos von ihrem Urgroßvater habe", sagt Röhl.

Mit der Ausstellung will der Kulturring den Ersten Weltkrieg in Erinnerung rufen, der sich vor 100 Jahren ereignet hat - mit besonderem Blick auf die Gleidinger Soldaten. Ergänzt wird sie mit Originaldokumenten - so sind in Vitrinen zum Beispiel die Militärpässe einiger Gleidinger zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes zeigt der Kulturring Ausrüstungsmaterial wie zum Beispiel Feldflaschen, Brotbeutel, Stahlhelm und Feldschuhe.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 25. September, um 15 Uhr eröffnet. In den nächsten Monaten ist die Schau zu den regulären Öffnungszeiten der Heimatstube immer am letzten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr zu sehen.

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Von Daniel Junker

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