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Kulturring erhält Geld von Straßenfest anno 1989

Gleidingen Kulturring erhält Geld von Straßenfest anno 1989

Vor mehr als 28 Jahren wurde in Gleidingen groß gefeiert: Am 24. Juni 1989 hatten Anwohner der Ritter- und Tordenskioldstraße ein Straßenfest organisiert und Hunderte Besucher kamen zu der Feier. Die verbliebenen Einnahmen haben die damaligen Organisatoren jetzt dem Gleidinger Kulturring gespendet.

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In der Gleidinger Heimatstube schauen sich Gerhard Heinze (kleines Bild, von links), Reinhold Sachs und Gisela Meyerhoff (rechts) vom damaligen Organisationsteam Ritter- und Tordenskioldstraßenfestes zusammen mit dem Kulturring-Vorsitzenden Christian Röhl alte Fotos und Dokumente vom Straßenfest aus dem Jahr 1989 an.

Quelle: Daniel Junker, Repro: Junker

Gleidingen. Die Feier auf offener Straße ist vielen Gleidingern bis heute in Erinnerung geblieben. "Wir werden immer noch auf das Straßenfest angesprochen", sagt Gisela Meyerhoff, die damals zusammen mit Gerhard Heinze, Reinhold Sachs, Klaus Albrecht, Beppo Tamme, Rolf Pieper und Susanne Matthies zum Organisationsteam gehörte. "Das Fest war so etwas von gut besucht, das hat uns total überrascht", sagt Meyerhoff.

Bei der Umsetzung des Festes hatten sich die Organisatoren redliche Mühe gegeben. Ein Hingucker war das von Georg Schneider aus Sperrholz gebaute und wie eine Mauer bemalte etwa sechs Meter hohe Tor an der Einfahrt zur Ritterstraße. "Das sah aus wie ein echtes Burgtor", erinnert sich Meyerhoff: "Das war schon etwas ganz Besonderes." Schneider hatte auch die Verzierungen und Beschilderungen der Stände gestaltet.

Das Fest war privat organisiert. Einen Trägerverein gab es nicht. "Die Nachbarn haben sich zusammengeschlossen und alles gemeinsam auf die Beine gestellt", erinnert sich Gerhard Heinze. Einen Kaffeegarten, Wein- und Bierausschank und Flohmarktstände gab es ebenso wie Kinderschminken, Sackhüpfen, Eierlauf, Ponyreiten und eine hölzerne Kegelbahn. Und auf der Musikbühne stand schon damals die noch heute aktive Gleidinger Band Phönixx.

Für das Fest hatten die Organisatoren ordentlich Werbung gemacht. "Der ganze Ort war mit Plakaten zugepflastert", erinnert sich Heinze lachend. Auch das Wetter spielte an diesem Junisamstag 1989 ebenfalls mit. Die Einnahmen waren entsprechend hoch, zumal die Anlieger die für den Verkauf bestimmten Spesen selbst gemacht und gespendet hatten. "Wir hatten einen traumhaften Umsatz von rund 15.000 Mark. Etwa die Hälfte davon blieb uns als Gewinn", sagt Reinhold Sachs.

Mit den Einnahmen hatten die Organisatoren unter anderem den heute noch genutzten Weg zwischen der Ritter- und der Maschstraße angelegt. "Das hatten wir uns damals als Ziel gesetzt", sagt Sachs. Bei der Anlage des Weges hätten später so viele Anwohner mit angepackt, sodass noch Geld für drei Sitzbänke übrig blieb: Zwei wurden am neuen Weg und eine Sitzbank am 1000-Jahre-Gleidingen-Gedenkstein aufgestellt. Etwa 10 Jahre später organisierten die Beteiligten noch eine gemeinsame Feier, doch noch immer war nicht alles aufgebraucht. "Wir hatten bis heute immer noch 1041,84 Euro über", sagt Heinze. Da immer vorgesehen war, dass das Geld im Ort bleibt, haben er, Meyerhoff und Sachs das verbliebene Geld nun dem Gleidinger Kulturring als Spende überreicht.

Spende kommt Heimatstube zugute

Der Kulturring will das Geld in die Erweiterung der Heimatstube investieren, sagt der Vorsitzende Christian Röh: "Wir wollen einen Raum für Gleidinger Geschichten und Sagen einrichten." Zudem wird die Stadt das Gebäude gemäß aktueller Brandschutzbestimmungen umbauen. Wie berichtet muss sich der Kulturring voraussichtlich an den Kosten beteiligen.

Die Organisatoren des Straßenfestes hätten sich für den Kulturring entschieden, weil dieser sich um die Bewahrung der Gleidinger Ortsgeschichte bemühe. Mit der Übergabe des Geldes ist nach mehr als 28 Jahren nun auch die Geschichte des Straßenfestes endgültig beendet.

Dabei habe sich so mancher Gleidinger eine Wiederholung gewünscht. "Es gab tatsächlich immer mal wieder Überlegungen, das noch einmal zu organisieren", so Meyerhoff: "Wir würden das aber nie wieder so hinkriegen wie damals." Ein Problem seien zudem die gewachsenen behördlichen Auflagen für Feste. Ob beispielsweise ein zweites Burgtor in der Art von damals errichtet werden dürfte, ist mehr als fraglich.

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Von Daniel Junker

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