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Angehörige lösen Tumult im Gericht aus

Laatzen Angehörige lösen Tumult im Gericht aus

Das Jugendschöffengericht hat zwei junge Laatzener zu Freiheitsstrafen wegen Einbrüchen verurteilt. Die emotional angegriffene Mutter des einen Täters nahm ihren Sohn nach der Urteilsverkündung in den Arm. Einer anderen Angehörigen wurde das verwehrt – woraufhin es zu Handgreiflichkeiten kam.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Laatzen. Es war das zweite Urteil binnen einer Woche wegen der fünf Taten, die der Gruppe zu Last gelegt werden. Am Freitag vergangener Woche war bereits ein 24-jähriger Mittäter zu einem Jahr und sieben Monaten Haft verurteilt worden.

In der Verhandlung am Donnerstag waren die 19 und 21 Jahre alten Laatzener, die beide seit Monaten in U-Haft sitzen, umfassend geständig. Während der Verhandlung kam es immer wieder zu Gelächter aus einer Gruppe Heranwachsender im Zuschauerraum.

Das Trio war in der Nacht zum 5. November 2014 in die Fontane-Apotheke in Gleidingen eingestiegen, hatte dort einen Tresor mit Medikamenten aus der Wand gebrochen und mit einem zuvor gemieteten Lieferwagen abtransportiert. Danach setzten die Täter ihren Beutezug in Ingeln-Oesselse fort, wo sie in eine Bäckerei und in Karin’s Laden an der Rotdornallee eindrangen. Dabei erbeuteten sie Bargeld sowie 1300 Schachteln Zigaretten. Ein weiterer Einbruch in die Rotdornapotheke scheiterte hingegen. Zugerechnet wird den drei jungen Männern auch ein Einbruch am 10. Oktober in die Grasdorfer Ahorn-Apotheke. Dort waren 1400 Euro aus einem Stahltresor gestohlen worden. Den Schlüssel hätten die Täter in den Räumen der Apotheke gefunden, hieß es.

Das Jugendschöffengericht verurteilte den 19-Jährigen zu einem Jahr und neun Monaten Jugendhaft, der 21-Jährige erhält zwei Jahre und fünf Monate, jeweils ohne Bewährung. Das Gericht folgte bei dem 19-Jährigen dem Antrag der Staatsanwaltschaft, im Fall des 21-Jährigen, dessen Anwältin Silke Willig auf dessen Drogenabhängigkeit verwiesen hatte, blieb es zwei Monate darunter.

Nach dem Urteil kam es zu einem Tumult im Gerichtssaal: Die emotional angegriffene Mutter des 21-Jährigen nahm mit Einwilligung der Wachleute ihren Sohn in den Arm. Daraufhin forderte dies auch eine andere Angehörige, was ihr wegen der unübersichtlichen Situation verwehrt wurde. Es kam zum Streit - einschließlich kurzer Handgreiflichkeiten und teils übler Beleidigungen. Die Wachleute behielten die Situation im Griff, waren aber auch vorgewarnt: Bereits im Juni hatte es im Gericht einen Fluchtversuch eines der Jugendlichen aus dem Täterkreis gegeben.

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