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Flüchtlinge bekommen viel Unterstützung

Laatzen, Hemmingen, Pattensen Flüchtlinge bekommen viel Unterstützung

Laatzen, Hemmingen und Pattensen müssen noch weitere Flüchtlinge aufnehmen. Das steht fest. Nur die genauen Zahlen sind noch nicht bekannt. Vertreter der drei Kommunen bleiben trotz der Herausforderungen bei Unterbringung und Integration überwiegend optimistisch - auch wegen der Unterstützung aus der Bevölkerung.

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Ansprache mit drei Dolmetschern: Ortsbürgermeister Heinrich Hennies (auf dem Stuhl) heißt die Flüchtlinge in Ingeln-Oesselse willkommen.

Quelle: Böger

Laatzen. Alle der seit Januar in Hemmingen eingetroffenen 82 Flüchtlinge - diese Woche kamen sechs Sudanesen und sieben Ivorer - wohnen dezentral. Insgesamt lebten derzeit 126 Flüchtlinge in 35 von der Stadt untervermieteten Wohnungen, Ferienhäuschen und einem Haus, sagt Fachbereichsleiter Sven Bertram. Die Einwohner vermieteten nicht nur Wohnungen, sie kümmerten sich auch um die Flüchtlinge. Bertram lobt außerdem den ehrenamtlichen Einsatz und das Verständnis in der Bevölkerung: „Die dezentrale Unterbringung hat sich definitiv bewährt.“ Der letzten offiziellen Quote nach muss Hemmingen bis Ende September 89 Flüchtlinge aufnehmen. Dass es mit der begonnenen Verteilung von 3000 Flüchtlingen aus den niedersächsischen Aufnahmestellen etwas mehr werden, beunruhigt Bertram nicht. „Wir sind in Verhandlungen mit weiteren Wohnungseigentümern. Das sieht gut aus.“ Außerdem hat die Stadt ein Zweifamilienhaus gekauft, das nächste Woche bezugsfertig wird.

In Pattensen ging die Stadt zuletzt von etwa 15 weiteren Flüchtlingen über die offizielle Aufnahmequote von 108 hinaus aus. Nun können es noch einige mehr werden. „Sämtliche Wohnangebote werden geprüft“, sagt Stadtsprecherin Andrea Steding. „Außerdem beschäftigen wir uns inzwischen mit Planungen für den Bau oder die Anmietung einer Sammelunterkunft.“

In Laatzen ist der Wohnungsmarkt besonders angespannt. Solange aber nicht kurzfristig Gruppen mit zwölf oder mehr Menschen unterzubringen seien, gebe es noch Luft, sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Der im Frühjahr angepassten Quote entsprechend muss Laatzen bis Ende September 151 Flüchtlinge aufnehmen. Intern rechnet die Verwaltung aber für 2015 schon länger mit Zahlen von 180 bis 190 Asylbewerbern. Außer der Sammelunterkunft in Rethen nutzt die Stadt seit Juli eine zweite in Ingeln-Oesselse. Gestern wurde dort im Garten ein großes Fest gefeiert.

„Wir haben Sie gern hier und wollen, dass Sie sich hier wohlfühlen“, sagte Ortsbürgermeister Heinrich Hennies bei der Eröffnung. Ein Sprecher der Flüchtlinge bedankte sich für „die freundliche Aufnahme in diesem Dorf“ und äußerte die Hoffnung, dass die Asylverfahren der 47 Heimbewohner möglichst schnell entschieden würden. Es sei schön, erleben zu dürfen, dass in Deutschland die Menschenrechte eingehalten würden, sagte er: „Dafür sind wir dankbar.“

Von Astrid Köhler und Thomas Böger

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