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Kommunen melden Region mögliche Flüchtlingsheimflächen

Laatzen/Hemmingen/Pattensen Kommunen melden Region mögliche Flüchtlingsheimflächen

Das Angebot der Region Hannover, auf von den Kommunen gemeldeten Flächen Flüchtlingsunterkünfte in Modulbauweise zu errichten, stößt im Umland auf ein geteiltes Echo. Während die Stadt Laatzen es als einen unverzichtbaren Bausteinen wertet, bleibt Hemmingen skeptisch.

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Modulbauten wie diese will die Region Hannover bis zum Sommer in Barsinghausen errichten. Dort sollen Flüchtlinge untergebracht werden.

Quelle: Stadt Barsinghausen

Laatzen/Hemmingen/Pattensen. Von den 20 Umlandkommunen hätten bisher erst 16 Grundstücke gemeldet, sagt Regionssprecherin Christina Kreutz. Grundsätzlich hätten aber alle Interesse an dem 100-Millionen-Euro-Programm angemeldet, mit dem die Region selbst Modulbauten errichtet. Bisher sind bei der rund 30 Meldungen für Flächen eingegangen. Sie werden jetzt auf ihre Eignung geprüft.

"Das Angebot der Region ist ein Baustein, auf den wir nicht verzichten können", betont der Laatzener Stadtsprecher Matthias Brinkmann. In diesem Jahr erwartet die Stadt zusätzliche 800 Flüchtlinge. Über die vorhandenen Sammelunterkünften hinaus stehen für den Zeitraum derzeit nur 200 weitere Plätze im Bürohaus Gutenbergstraße sicher zur Verfügung. Alle weiteren Immobilien – darunter die Neubauten an der Pestalozzistraße und dem Flüchtlingsheim in Rethen – werden erst später bezugsfertig. "Wir dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen", sagte Brinkmann. Die Kommune habe der Region drei mögliche Standorte für weitere Sammelunterkünfte gemeldet: eine Gewerbefläche in Gleidingen, eine Grünfläche in Laatzen-Mitte und "auch der Germania-Sportplatz an der Ohestraße ist Teil der Erwägungen."

Zwar habe auch Hemmingen Flächen für Sammelunterkünfte gemeldet, sagt Stadtsprecherin Alexandra Jaeger, die Überlegung werde aber derzeit nicht weiter verfolgt: "Die Region will Laufzeiten von zwölf Jahren, das ist für uns schwer praktikabel." Hemmingen baue bis auf Weiteres auf die dezentrale Unterbringung. Mehr als 250 Flüchtlinge sind so derzeit "in kleinen und familiengroßen Wohneinheiten" untergebracht. Außerdem werden zu den zwei vorhandenen noch zwei weitere Sammelunterkünfte mit dann insgesamt 280 Plätzen im Stadtgebiet errichtet.

Aus Pattensen wurde der Region eine Fläche an der Walter-Bruch-Straße gemeldet. Die Eignung ist fraglich: Zum einen ist es noch kein städtisches Grundstück, außerdem liegt es im Gewerbegebiet. Bevor dort Wohnnutzung möglich ist, müsste die Stadt den Flächennutzungsplan ändern und die nötigen Gremienentscheidungen, Anhörungs- und Beteiligungsverfahren dauern.

Für die Region sei es das Ziel, möglichst in jeder Kommune eine Unterkunft zu errichten, so Kreutz. Die ersten sollen bis zum Sommer in Barsinghausen und Burgdorf entstehen.

Von Astrid Köhler

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