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Kürzere Wartezeiten im Klinikum angestrebt

Laatzen Kürzere Wartezeiten im Klinikum angestrebt

Die teils langen Wartezeiten im Klinikum Agnes Karll sorgen auf Regionsebene weiter für Diskussion. Die CDU wollte jetzt wissen, wie es um die angekündigten Bemühungen steht, die Situation zu verbessern. Die Region verweist auf die noch laufende Arbeit einer Projektgruppe.

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Agnes Karll Krankenhaus: Eine Klinikum-Projektgruppe erarbeitet derzeit Vorschläge.

Quelle: Nancy Heusel (Archiv)

Laatzen. Für Schlagzeilen gesorgt hatte insbesondere ein Fall im Sommer 2014. Damals musste eine 79-jährige Patientin sechs Stunden in der Notaufnahme des Klinikums Agnes Karll warten, bis sie behandelt wurde. Das Klinikum Region Hannover (KRH) kündigte daraufhin ein Projekt im Rahmen der Medizinstrategie 2020 an, um Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

Die CDU-Regionsabgeordnete Angelika Rohde aus Ingeln hat sich inzwischen um konkrete Zahlen und Hintergründe bemüht. Unter anderem wollte sie wissen, wie lange die Wartezeiten in der Grasdorfer Klinik durchschnittlich sind, ob das Personal ausreicht und welche Erkenntnisse die eingerichtete Projektgruppe bislang gewonnen hat.

Die Antwort der Regionsverwaltung fällt zurückhaltend aus. „Die durchschnittliche Wartezeit wird nicht erfasst“, heißt es in der Antwort, die jetzt schriftlich an die Fraktion erging. Die Wartezeit variiere und hänge auch von der Schwere der jeweiligen Erkrankung ab. Die Frage nach dem Personal wird ausweichend beantwortet: „Die Personalausstattung ist nach Darlegung des KRH bedarfsgerecht“, heißt es.

Mit dem Projekt „Optimierung der Notfallversorgung“ bemühe man sich unterdessen um Verbesserungen. Insbesondere gehe es darum, Wartezeiten zu verkürzen und mit einer Verbesserung der Abläufe Patienten, die einer stationären Behandlung bedürfen, möglichst schnell ein Bett zur Verfügung zu stellen. Ergebnisse der Projektgruppe gibt die Region noch nicht bekannt - eine Auswertung der bisherigen Arbeit liege noch nicht vor. Das im vierten Quartal 2014 begonnene Projekt habe eine Laufzeit bis Ende 2015.

„Wir sind noch mittendrin“, versichert auch Jürgen Kaukemüller, ärztlicher Direktor der Klinikums Agnes Karll. Die Arbeitsgruppe habe mehrfach getagt. Mögliche Verbesserungen hingen allerdings auch mit den Räumlichkeiten zusammen: „Die derzeitige Notaufnahme beruht auf dem Planungsstand der Neunzigerjahre“, sagt Kaukemüller.

Die CDU-Regionsabgeordnete Rohde zeigte sich von den Antworten enttäuscht. „Die Antworten sind sehr allgemein und wenig aussagekräftig“, findet die Politikerin, die auch Mitglied im Rat der Stadt ist. Sie kündigte an, die Situation weiter zu beobachten und Ende des Jahres Ergebnisse einzufordern.

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