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Verein plant Oasen der Genügsamkeit

Laatzen-Mitte Verein plant Oasen der Genügsamkeit

Der Park der Sinne könnte noch mehr zum Vorzeigeprojekt werden. Der Verein Transition Town Hannover, der bereits den Mitmachgarten plante, hat vor Kurzem einen Entwurf für die Gestaltung der zehn Hektar großen Fläche des ehemaligen IBM-Clubs vorgelegt.

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Bis 2021 könnte die Erweiterungsfläche mit dem Park der Sinne zum „Park der Sinne 2.0“ zusammenfließen. Auf den Teilflächen könnten „kleine Paradiese“ entstehen - etwa ein Reisfeld auf der Feuchtwiese.

Quelle: Patrick Seeger

Laatzen. „Schöner leben, statt viel haben“. So könnte man den Entwurf für den „Park der Sinne 2.0“ zusammenfassen. Das Konzept von Transition Town sieht für die Erweiterungsfläche Ost die Einrichtung eines sogenannten Suffizienzzentrums vor. „Suffizienz bedeutet Genügsamkeit“, erklärt Thomas Köhler von Transition Town. Daher ziele das Konzept nicht darauf ab, Energie zu sparen, sondern von vornherein weniger zu verbrauchen; etwa mit dem Anbau von eigenem Gemüse - wie in dem gerade erst fertiggestellten Mitmachgarten.

„Das Projekt soll einen Beitrag zur klimaneutralen Region 2050 leisten“, sagt Köhler. Geplant ist ein zentraler Ort für Bildungsausflüge, an dem Besucher lernen, vieles selbst anzubauen und Wildpflanzen zu ernten. Denkbar sei auch Tierhaltung inklusive einer Streichelwiese. Von 2017 bis 2021 könnte eine eigene Nahrungsmittelversorgung sowie eine vollständig regenerative autarke Energieversorgung ausgebaut werden.

Auf den Teilstücken könnten Themengärten angelegt werden, die mit dem Landschaftspark zum „Park der Sinne 2.0“ verschmelzen. „Geplant sind kleine Paradiese vor Ort, die die Laatzener mitgestalten“, sagt Köhler. Warum müsse man weit wegfahren, um Paradiese zu entdecken, wenn man sie auch vor der Haustür selbst bauen kann? „Alle Anwohner sollen ihre Vision einer zukunftsfähigen Landschaft umsetzen.“

Möglich seien der Bau eines Reisfeldes auf der Feuchtfläche vor der Gaststätte, maurische Gärten nach dem Vorbild einer Alhambra oder ein Klostergarten. Auf dem bisherigen Fußballplatz könnte ein Barockgarten angelegt werden. Es wäre das erste Zentrum dieser Art in Deutschland und würde der Stadt und der Region einen großen Imagegewinn bringen, ist sich Köhler sicher.

Bürgermeister Jürgen Köhne äußert sich zurückhaltend. „Das Konzept ist eine Möglichkeit, wie man die Fläche nutzen kann.“ Was dort tatsächlich passiere, müsse der Rat entscheiden. Möglich seien auch Teilnutzungen, sodass Vereine den Fußballplatz weiter nutzen könnten. „Mir ist es aber auch wichtig, dass die Stadt nicht auf den Kosten der späteren Pflege und Unterhaltung sitzen bleibt“, sagt Köhne. Der Zuschuss beträgt derzeit 490.000 Euro jährlich.

Aktionsplatz soll bis nächsten Frühjahr fertig sein

Auf dem Bouleplatz der Erweiterungsfläche Ost des Parks der Sinne stehen schon die ersten Bänke aus Holz und Paletten. Zurzeit baut der Verein Transition Town Hannover dort einen Aktions- und Naturspielplatz – einen Ort, an dem Kinder und Erwachsene die Natur aktiv erfahren können sollen. Der Plan für die Gestaltung des Geländes stammt von Landschaftsplanern, die Arbeiten erledigen größtenteils Ein-Euro-Jobber. Außer Spielgeräten aus Naturmaterialien und Bänken soll es dort auch einen „essbaren Rastplatz“ geben. „Radfahrer, die hier eine Pause machen, sollen sich an den Sträuchern mit Beeren stärken können“, sagt Thomas Köhler von Transition Town. Der Platz wird nach derzeitigem Stand bis zum nächsten Frühjahr fertig sein. Dann kann er von allen Laatzenern und Besuchern aus der Region sowie von Einrichtungen in Laatzen wie der Leine-VHS, dem Verein Jukus und von Schulen genutzt werden.

Von Stephanie Zerm

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