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Feuer im Treppenhaus gelegt

Laatzen Feuer im Treppenhaus gelegt

Wer tut so etwas? Brandstifter haben am Montagabend ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus an der Marktstraße gelegt. Die Feuerwehr evakuierte die oberen Geschosse mithilfe der Drehleiter. Neun Personen erlitten Rauchvergiftungen.

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Bei einem Brand in Laatzen sind neun Menschen leicht verletzt worden.

Quelle: Kai Zängel

Laatzen. Ausgegangen war der Brand von einem Schuhschrank, der vor einer Wohnung in der siebten Etage stand. Als die dort wohnende siebenköpfige Familie das Feuer entdeckte, war es offenbar schon zu spät, durch das völlig verrauchte Treppenhaus zu fliehen. Die Eingeschlossenen versuchten mithilfe von Decken, ein Eindringen des Qualms durch die Ritzen der Wohnungstür zu verhindern – bis die Feuerwehr sie befreite.
Ausgebrochen war das Feuer nach Polizeiangaben gegen 20.50 Uhr. Die Feuerwehr traf kurz darauf an dem achtstöckigen Gebäude ein. Aus der siebten Etage drang zu diesem Zeitpunkt schon dichter Rauch. Die Einsatzkräfte drangen unter Atemschutz in das Haus ein, um die Bewohner der beiden obersten Geschosse zu evakuieren. Parallel wurde die Drehleiter ausgefahren. Fünf Personen gelangten durch die Fenster in den rettenden Drehleiterkorb, vier weitere wurden durch das Treppenhaus ins Freie geleitet.
Die siebenköpfige Familie, zu der auch zwei Mädchen im Alter von neun und 15 Jahren zählen, zog sich leichte Verletzungen zu und wurde mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht. Zwei weitere Hausbewohner – 47 und 53 Jahre alt – kamen ebenfalls wegen des eingeatmeten Rauchs in Kliniken.
Gestern untersuchten Ermittler den Brandort, die Polizei geht von schwerer Brandstiftung aus. Den Sachschaden schätzt sie auf 5000 Euro. Zwei der Wohnungen in dem Haus sind nicht bewohnbar. Auch der Flur wurde durch den Brand stark verrußt.
Die neue Drehleiter der Laatzener Feuerwehr habe sich bei dem Einsatz bewährt, sagte Feuerwehrsprecher Gerald Senft: „Im neuen Korb konnten in einer Fahrt drei Bewohner, begleitet von einem Feuerwehrmann, sicher nach unten gebracht werden.“ Das Vorgängermodell habe weniger als die Hälfte tragen können.
Bei ihren Ermittlungen hofft die Polizei auf Zeugenhinweise. Sie ist unter Telefon (05 11) 1 09 55 55 erreichbar.

Johannes Dorndorf 

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