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Stadt reagiert auf Unfall

Laatzen-Mitte Stadt reagiert auf Unfall

Busse am Endhaltepunkt Laatzen sollen künftig direkt neben der Stadtbahn halten können. Diese Forderung von Laatzens Ratspolitikern hat jetzt auch die Stadtverwaltung übernommen. Sie reagiert damit auch auf den tragischen Unfall im vergangenen Jahr.

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Sollen die Busse künftig direkt neben der Stadtbahn halten? Politik und Verwaltung wollen die Planer dazu bewegen, dies umzusetzen.

Quelle: Dorndorf

Laatzen. Eigentlich war die Planung für den neuen Hochbahnsteig an der Stadtbahn-Haltestelle Laatzen längst beschlossen. Aus Kostengründen musste die Region das Verfahren jedoch neu auflegen, sodass die Stadt Laatzen nun erneut um Stellungnahme gebeten wurde.

Diese wird vor dem Hintergrund des tödlichen Unfalls auf der Erich-Panitz-Straße im Juni 2014 anders ausfallen. Damals war eine neunjährige Schülerin beim Überqueren der Erich-Panitz-Straße von der Bushaltestelle zur Stadtbahn angefahren worden.

Bereits vor den Sommerferien hatte sich der Ortsrat dafür ausgesprochen, die Bushaltestelle näher an die Stadtbahn zu rücken. Müssen Umsteigende bisher die Erich-Panitz-Straße überqueren, würde ein Bushalt direkt am Bahnsteig ein gefahrloses Umsteigen ermöglichen. Die Infrastrukturgesellschaft der Region (Infra) hatte dies in der Vergangenheit stets abgelehnt: Nicht alle Fahrgäste würden vom Bus in die Bahn steigen, viele wollten in die angrenzenden Wohngebiete - und müssten dann ihrerseits die Straße überqueren. Auch die Stadtverwaltung hatte im Juni 2014 noch erklärt, dass für diejenigen, „die nur mal schnell den Bus erwischen wollen“, neue Gefahren entstünden.

Diese Einschätzung hat sich geändert. Im neuen Entwurf für die städtische Stellungnahme heißt es: „Die künftigen Hochbahnsteige sollen auch die Bushaltestellen integrieren, sodass ein Umsteigen vom Bus in die Bahn ohne Querung der Erich-Panitz-Straße möglich wird.“ Die bisherige Planung werde „nicht den Sicherheitserfordernissen gerecht, die spätestens seit dem tödlichen Unfall von 2014 bestehen“.

Der Stadtentwicklungsausschuss entscheidet am 28. September über die Stellungnahme. Darin sind unter anderem auch folgende Anregungen enthalten:

Verlegung nach Süden: Die Infra soll die Haltestelle nach Süden in Richtung Rentenversicherung verlegen, um die Wege für Mitarbeiter und Bewohner des Mozartsparks zu verkürzen.

Park-and-Ride-Anlage: Statt einer Wendeschleife soll es Kehrgleise geben, um Platz für eine Park-and-Ride-Anlage zu schaffen. Die Infra hat dies bislang aus betriebstechnischen Gründen abgelehnt.

Leitstreifen für Blinde: Nach der geplanten Schließung des Heidfeldtunnels sind Menschen mit Sehbehinderung auf die Ampeln angewiesen. Ein Sperrfeld vor dem Radweg und Leitstreifen sollen den Weg dahin weisen.

Breitere Gehwege: Eng wird es im Kreuzungsbereich Wülferoder Straße. Die Stadt fordert die Infra auf, den Gehweg auch dort auf mindestens 2,50 Meter zu verbreiten - zulasten der Fahrbahnen.

Vierspurigkeit: Die Vierspurigkeit für Autofahrer soll erhalten bleiben. Auf Höhe der Kreuzung Wülferoder Straße soll es eine Geradeausspur und eine kombinierte Geradeaus- und Abbiegespur geben.

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