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Die Stadt Laatzen wächst und wächst: Keine Stadt im Umland Hannovers hat im vergangenen Jahr stärker an Einwohnern zugelegt, die Bevölkerung wuchs um fast 1000 Menschen binnen eines Jahres. Die Entwicklung dürfte sich fortsetzen, denn der aktuelle Bauboom hält an.

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Der Bauboom findet derzeit vor allem in Laatzen-Mitte statt. Und der Trend hält an - an der Gutenbergstraße entstehen weitere Wohnungen.

Quelle: x

Laatzen. Dass über dem Laatzener Zentrum mal kein Baukran zu sehen war, dürfte lange her sein. Seit Anfang 2014 sind allein an der Mergenthalerstraße in Laatzen-Mitte eine komplette Reihenhaussiedlung und drei große Mehrfamilienhäuser entstanden, daneben wachsen fünf große Stadtvillen mit 115 Wohnungen an der Gutenbergstraße. Ebenfalls in Bau ist das große Mehrfamilienhaus an der Pattenser Straße in Rethen - und auch die Zeit, in der das Holzfeld mit Baulücken durchlöchert ist, neigen sich dem Ende zu. Die Gründstücke am Gleidinger Leinkamp und der Laagberg in Ingeln-Oesselse sind längst verkauft oder vorgemerkt.

40.582 Menschen wohnten zum Stichtag 30. September 2015 in Laatzen - das sind die jüngsten vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen. Zwölf Monate zuvor waren es noch 913 Menschen weniger. Die enorme Steigerung von 2,3 Prozent kann keine andere Stadt der Region Hannover aufweisen - und selbst in absoluten Zahlen hat nur die Landeshauptstadt mehr zugelegt.

"Wir wachsen jedes Quartal um 200 bis 300 Menschen, das ist eine Menge Holz", sagt Bürgermeister Jürgen Köhne. "Das sind auch ein paar Flüchtlinge drin, aber nicht die große Masse" - schließlich werden die Schutzsuchenden gleichmäßig verteilt.

Die Gründe für den Boom liegen aus seiner Sicht einerseits im ungebremsten Zuzug in die Ballungsräume, aber auch an der besonderen Lage und dem Angebot in Laatzen. "Wir sind für fast alle Bevölkerungsgruppen ein attraktiver Standort", sagt Köhne. Das gelte für ältere Menschen mit dem großen Angebot an Pflegeeinrichtungen und Wohnungen, aber auch für Eltern mit Kindern. "Wir haben uns mit unserer Bildungslandschaft - von den Kitas bis zu den Schulen - einen guten Ruf erworben, das macht sich bemerkbar." Eine Rolle spielten auch der gute Nahverkehrsanschluss, das Einzelhandelsangebot und die Nähe zu Hannover.

Es spricht einiges dafür, dass die Entwicklung anhält: Angesichts der extrem günstigen Zinsen erlebt zurzeit die gesamte Region eine große Kaufnachfrage nach Immobilien. In Laatzen soll bereits im nächsten Jahr mit der Bebauung an der Langen Weihe begonnen werden, wo die ehemalige Rentenversicherung gerade abgerissen worden ist. Das Areal bietet Platz für ein Wohngebiet mit rund 200 Häusern und Wohnungen.

Parallel lotet die Stadtverwaltung weitere Flächen aus. "Wir sind im Moment dabei zu schauen, wo es noch Entwicklungsmöglichkeiten gibt", sagt Köhne. Dazu gehöre die Nachverdichtung, aber auch die Suche nach potenziellen Flächen.

An oberster Stelle dürfte dabei die Dreiecksfläche zwischen dem Heidfeld-Friedhof, der Hildesheimer Straße und der B 443 zwischen Laatzen-Mitte und Rethen liegen: Mit dem Anschluss an gleich zwei Stadtbahnlinien - der 1 und der 2 - gibt es auch im Umkreis von Laatzen kaum eine besser erschlossene Fläche dieser Größe, die brach liegt. "Das ist natürlich ein potenzieller Standort für eine weiterführende Bebauung", glaubt auch Köhne. Im Moment sei es allerdings viel zu früh, um konkrete Aussagen zu machen.

Laatzen, die Stadt der Frauen

Laatzen ragt demographisch noch in einer weiteren Hinsicht heraus. Außer in Garbsen ist der Frauenüberschuss in keiner Umlandkommune Hannovers größer als hier. Laut Einwohnerstatistik stehen 21.073 Frauen exakt 19.509 Männern gegenüber (Stichtag: 30.9.2015) - eine Differenz von 1564. In absoluten Zahlen hat nur Garbsen einen höheren Frauenüberschuss, dort liegt er bei 1656 liegt.

Prozentual gesehen sind hingegen Burgwedel und Gehrden femininer, wo der Frauenanteil bei 52,6 und 52,1 Prozent liegt. In Laatzen sind es 51,9 Prozent, in allen anderen Regionskommunen weniger.

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