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Stadt fordert mehr Geld vom Bund für Flüchtlinge

Laatzen Stadt fordert mehr Geld vom Bund für Flüchtlinge

Die Stadt Laatzen fordert von Bund und Land mehr Geld für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen. Alle sechs Ratsfraktionen haben eine Resolution auf den Weg gebracht, die auch geringere formale Hürden beim Bau von Unterkünften und beschleunigte Asylverfahren anmahnt.

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Mehr Geld von Bund und Land will Laatzen für die Flüchtlingsunterbringung.

Quelle: Symbolbild/dpa

Laatzen. In den vergangenen Wochen haben CDU, FDP und RRP einerseits, SPD, Grüne und Piraten auf der anderen Seite am Resolutionstext gefeilt. Am Ende kam ein gemeinsamer Entwurf heraus, der den Sozialausschuss am Montagabend einstimmig passierte. „Der Rat der Stadt fordert Bund und Land dazu auf, die Kommunen nicht mit einem beträchtlichen Teil der Kosten für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen allein zu lassen“, heißt es darin. Die Kosten müssten vollständig übernommen werden, das gelte auch für die medizinische Versorgung. Bislang betrage die Pauschale des Landes 6195 Euro pro Person, die Summe müsse auf „mindestens 10 000 Euro“ angehoben werden. Die bisherigen Zusagen von Bund und Land reichten nicht aus.

Betreuungsangebote: Der Rat mahnt außerdem an, auf die individuelle Situation der Flüchtlinge besser einzugehen. „Viele - insbesondere Kinder und Jugendliche aus Kriegsgebieten - sind traumatisiert“, heißt es. „Deren Betreuung und Behandlung ist zu gewährleisten. Mit dieser Aufgabe sind viele Kommunen allein überfordert.“

Kürzere Asylverfahren: Die Dauer der Asylverfahren ist aus Sicht der Stadt zu lang. Allerdings erkennen Laatzens Politiker an, dass Land und Bund bereits Verbesserungen angemeldet haben.

Vorabinformationen: Wer konkret nach Laatzen kommen wird, erfährt die Stadt in der Regel wenige Tage vorher. „Die Kommunen sind mindestens 14 Tage vorher über neu ankommende Asylbewerber und Flüchtlinge und deren Herkunftsländer sowie Familienverhältnisse zu informieren“, heißt es in der Resolution. So ließe sich die Unterbringung und Hilfe vor Ort besser koordinieren.

Mehr Sprachförderung: Es gebe zudem zu wenig Sprachförderung sowohl erwachsener Asylbewerber als auch Kurse in Schulen.

Die Resolution soll am 4. Juli in der nächsten Sitzung des Rates beschlossen werden.

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