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Laatzen schafft Tempoblitzer an

Unfallschwerpunkte Laatzen schafft Tempoblitzer an

Die Stadt Laatzen will in den nächsten Monaten erstmals ein festes Gerät zur Tempokontrolle aufstellen. Geblitzt werden soll an Unfallschwerpunkten.

Laatzen. Erst in der vergangenen Woche wurde in Hemmingen ein erster Starenkasten an der Bundesstraße 3 installiert – nun folgt Laatzen mit dem gleichen Vorhaben: Wie die Verwaltung auf Anfrage mitteilt, will die Stadt für 100.000 Euro ein Blitzgerät anschaffen. Die Kamera wird in einem oder wechselweise mehreren Gehäusen im Stadtgebiet installiert. Im Laufe der kommenden drei Monate, so die Planung, sollen Kamera und Gehäuse aufgestellt werden.

Die exakten Standorte und ihre Anzahl stehen noch nicht fest. Das Team Ordnung hat jedoch klare Favoriten: Je ein Gehäuse könnte an der Erich-Panitz-Straße zwischen Langer Weihe und Wülferoder Straße sowie am Ortseingang Ingeln-Oesselse aufgestellt werden.

Für beide Standorte gibt es gute Argumente, wie Stadtsprecherin Anika Golm erläutert. So seien in den vergangenen Jahren an der Erich-Panitz-Straße zwei Menschen ums Leben gekommen: Im November 2010 wurde eine Rentnerin auf dem Gehweg von einem Auto erfasst, vor vier Jahren starb ein Schuljunge beim Überqueren der Straße.

Seit Längerem in der Diskussion ist auch die Ortseinfahrt von Oesselse: Viele Autofahrer rauschen mit so hohem Tempo in den Ort hinein, dass die politischen Gremien schon wiederholt Möglichkeiten zur Tempodrosselung erörtert haben.

Infrage kommt nach Auskunft Golms auch die Erich-Panitz-Straße auf Höhe der Expo-Fußgängerbrücke am Park der Sinne in Fahrtrichtung Hannover. Dort werde häufig zu schnell gefahren. Ähnliches gelte für die Kronsbergstraße im Bereich zwischen Gutenbergstraße und Karlsruher Straße.

Die Anschaffung des Blitzgerätes dürfte sich nach Schätzungen der Verwaltung etwa nach zwei Jahren finanziell amortisiert haben. „Die Geldeinnahmen stehen aber nicht im Vordergrund“, betont Golm. Um die Messungen selbst kümmern sich Regionsmitarbeiter. Die Region streicht deshalb 60 Prozent der Buß- und Ordnungsgelder ein, der Rest verbleibt bei der Stadt.

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