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Kritik an Plänen zum Haltestellenumbau

Laatzen Kritik an Plänen zum Haltestellenumbau

Die Bahnsteige sind zu schmal, die Wege zu den Übergängen uneinheitlich, und die Beibehaltung der Wendeschleife ist eine falsche Entscheidung: Der Laatzener Initiativkreis „Menschen mit Behinderung“ übt deutliche Kritik an den neuesten Plänen für die Haltestelle Laatzen.

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Voraussichtlich Mitte 2015 sollen an der Haltestelle Laatzendie Arbeiten für die Umgestaltung samt Hochbahnsteigen beginnen.

Quelle: Tobias Lehmann

Laatzen-Mitte. Den jüngsten Entwurf für die künftigen Haltestelle mit Hochbahnsteig - eine aus Kostengründen abgespeckte Version der ursprünglichen Planung (wir berichteten) - hält er für „gefährlich“, sagte Olaf Lichy vom Lenkungsgremium des Initiativkreises am Montag bei einem Treffen. Das neue Planfeststellungsverfahren sei noch nicht eröffnet, aber angesichts der Anzahl potenzieller Fahrgäste solle der Hochbahnsteig mindestens 50 Zentimeter breiter gebaut werden. Allein 1000 Schüler stiegen dort ein und aus. Hinzu kämen - mitunter mobilitätseingeschränkte - Friedhofsbesucher, Bewohner und Gäste der Seniorenwohnanlage Mozartpark und Anwohner des weiter wachsenden Wohngebietes. Ob sich Rollstuhlfahrer da gefahrlos bewegen könnten, halte er für mehr als fraglich, so Lichy, der auch Ratsherr in Laatzen ist.

Nicht nachvollziehbar für den Initiativkreis ist, warum die Wendeschleife beibehalten und somit die Möglichkeit eines gemeinsamen Hochbahnsteigs für Stadtbahn und Bus verhindert wird. Dass technische oder zeitliche Gründe nichts anderes ermöglichten, halte er für ein vorgeschobenes Argument, sagte Rüdiger Janecke vom ADFC.

An vergleichbaren Stellen wie in Langenhagen seien bessere Lösungen realisiert worden. Er sei mit der Region im Gespräch und wolle sich um einen gemeinsamen Ortstermin bemühen, so Janecke.

Spätestens dann soll auch der Versatz der Bahnsteige Thema sein: Im Gegensatz zur Westseite mündet die Rampe auf der Ostseite derzeit nicht an der Ampel zur Wülferoder Straße, sondern es sind weitere 20 Meter zu laufen. „Ich kenne natürlich nicht alle Haltestellen, aber mir ist kein Bahnsteig bekannt, wo die Symmetrie nicht eingehalten wird“, sagt der sehbehinderte Lichy. Damit Blinde nicht unfreiwillig auf die Schienen laufen - oder Kinder den Weg gefährlich abkürzten - sei mindestens ein Gitter zu montieren.

Bauherr der Haltestelle ist die Region, die Stadt habe aber das Planungsrecht und so Gestaltungsspielraum, sagt Lichy.

Die Planung müsse noch einmal „ergebnisoffen überdacht“ werden. Er werde sich sowohl als Ratsherr wie auch in der Nahverkehrskonferenz der Region „massiv dafür einsetzen, dass es nicht zu dieser Lösung kommt“.

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