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Wer macht das Rennen in den Ortsräten?

Laatzen Wer macht das Rennen in den Ortsräten?

Das Amt von Bürgermeister Jürgen Köhne steht am 11. September nicht zur Wahl - dafür aber die Posten der vier Ortsbürgermeister im Laatzener Stadtgebiet. In mindestens einer Ortschaft dürfte es einen Wechsel geben.

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Sie können sich Chancen aufs Amt des Ortsbürgermeisters in ihrer Ortschaft ausrechnen: In Laatzen kandidieren Alexander Muschal (SPD, obere Reihe, von links) und David Novak (CDU), in Rethen Helga Büschking (SPD) und Hannelore Flebbe (CDU), in Gleidingen Silke Rehmert (SPD, untere Reihe, von links) und Rolf Pieper (CDU) und in Ingeln-Oesselse Michael Riedel (SPD) und Heinrich Hennies (CDU).

Quelle: privat

Laatzen. Direkt wählen können Laatzens Bürger die vier Ortsbürgermeister und ihre Stellvertreter nicht: Über die Besetzung der Posten entscheiden die neuen Ortsräte - so wie auch die Bundeskanzlerin vom Parlament gewählt wird. In den vergangenen Jahren kam in Laatzen jeweils der Spitzenkandidat derjenigen Partei zum Zuge, die die meisten Stimmen erhielt. Sollte ein Bewerber allerdings besonders viele persönliche Stimmen erhalten, können die Parteien noch einmal ins Grübeln geraten - wenn sie auch nicht an das Wählervotum gebunden sind.

Die Ausgangslage ist klar: Drei der aktuellen Ortsräte - Laatzen, Rethen und Gleidingen - werden von der SPD dominiert. Nur in Ingeln-Oesselse gibt die CDU mit Ortsbürgermeister Heinrich Hennies den Ton an. Die Situation in den jeweiligen Ortsräten im Überblick:

Laatzen: Der letzte Wechsel an der Spitze des Ortsrats Laatzen, der sich um die Belange von Alt-Laatzen, Laatzen-Mitte und Grasdorf kümmert, liegt noch gar nicht lange zurück: Der vor fünf Jahren gewählte Ortsbürgermeister Heinz Krüwel (SPD) trat im Januar 2015 zurück - unter anderem im Zusammenhang mit der Ehrenmal-Debatte in Alt-Laatzen. Damals übernahm Alexander Muschal (54, SPD) den Posten. Der Justizvollzugsbeamte leitet die Sitzungen des Gremiums seither in einer unaufgeregten, auf Ausgleich bedachten Art. Die CDU hat zur Überraschung mancher nicht ihren amtierenden Vize-Ortsbürgermeister Siegfried-Karl Guder, sondern David Novak (56) nominiert, der erst seit Januar in Laatzen wohnt. Der Diplom-Ökonom ist deshalb noch dabei, sich in die Laatzener Themen einzuarbeiten. Er selbst bezeichnet sich als "Typ Macher".

Rethen: Helga Büschking (SPD) ist die mit Abstand amtserfahrenste Ortsbürgermeisterin im Laatzener Stadtgebiet - die 73-jährige leitet die Rethener Ortsratssitzungen bereits seit 20 Jahren. Ähnlich viel Erfahrung als Lokalpolitikerin hat CDU-Spitzenkandidatin Hannelore Flebbe, die im Ortsrat, aber auch im Rat der Stadt bei der CDU eine wichtige Rolle spielt. Der jeweilige Politikstil könnte allerdings kaum unterschiedlicher sein: Während Büschking in ihrer zurückhaltenden Art offene Konflikte in der Regel vermeidet, kann Flebbe ihre Meinung mit Vehemenz vertreten und findet dabei deutliche Worte. Den Ortsteil und ihre Bewohner kennen beide sehr gut - auch aufgrund ihrer Tätigkeit als Vorsitzende des TSV Rethen (Flebbe) und der AWO Rethen-Koldingen-Reden (Büschking).

Gleidingen: Dass Ortsbürgermeister Peter Jeßberger sein Amt behält, gilt als nahezu ausgeschlossen. Der ehemalige Sozialdemokrat kandidiert inzwischen auf der CDU-Liste - allerdings auf Listenplatz sieben. Selbst, wenn Jeßberger viele persönlichen Stimmen erhielte, würde sich die CDU-Fraktion im Falle eines Wahlsiegs wohl für ihren Spitzenkandidaten Rolf Pieper entscheiden. Der 57-Jährige, der beruflich als Polizist tätig ist, ist amtierender Vize-Ortsbürgermeister und seit vielen Jahren die wichtigste Stimme der CDU im Ortsrat. Für die SPD, die bislang die Mehrheit stellt, geht Silke Rehmert ins Rennen, die als Fraktionsvorsitzende schon seit vielen Jahren die maßgebliche Stimme ihrer Partei im Ortsrat ist.

Ingeln-Oesselse: In Ingeln-Oesselse liefern sich Ortsbürgermeister Heinrich Hennies (61, CDU) und sein Stellvertreter Michael Riedel (58, SPD) das Rennen ums Bürgermeisteramt. Beide Kandidaten genießen in ihren Fraktionen, aber auch im Ort Respekt. Hennies, von Beruf Landwirt, ist gut verwurzelt und hat den Ortsrat in der Vergangenheit mit viel Bedacht geleitet. Riedel bringt als ehemaliger Gewerkschaftssekretär viel politische Erfahrung und Sachverstand mit und bringt dies in Ortsratssitzungen immer wieder ein. Dass die Parteien im Ortsrat am gemeinsamen Strang ziehen können, wurde bei der Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft an der Rotdornallee deutlich: Das Gremium setzte von Anfang an auf Information und unterstützte den Helferkreis, der sich daraufhin bildete.

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Wer wird Ortsbürgermeister in Laatzens vier Ortschaften Laatzen (mit Alt-Laatzen, Laatzen-Mitte und Grasdorf), Rethen, Gleidingen und Ingeln-Oesselse?

Quelle: Dorndorf
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