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Messebahnhof wird Drehkreuz für Flüchtlinge

Laatzen Messebahnhof wird Drehkreuz für Flüchtlinge

Der Messebahnhof Laatzen soll neuer Verteilerpunkt für Flüchtlinge werden, die aus dem Süden kommen. Das teilte das Innenministerium am Dienstag mit. Der Messebahnhof biete gute Voraussetzungen, um von hier aus die Flüchtlinge im norddeutschen Raum zu verteilen.

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Quelle: Michael B. Berger

Laatzen . Das Land Niedersachsen richtet am Bahnhof Laatzen eine zentrale Verteilerstelle für Flüchtlinge ein. Die Flüchtlinge treffen mit dem Zug aus Bayern in Laatzen ein und werden von dort mit Bussen in Erstaufnahmeeinrichtungen in Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gebracht. Frühere Pläne, ein entsprechendes Verteilzentrum in Uelzen oder in Groß Oerpke zu errichten, scheinen damit beendet. 

„Wir haben mehrere Optionen eingehend geprüft und haben uns letztlich in Abstimmung mit der Region Hannover für diesen Standort entschieden, da hier sehr gute logistische und personelle Voraussetzungen bestehen", sagte der Staatssekretär im Innenministerium, Stephan Manke.

Region übernimmt Organisation 

Die Region Hannover übernimmt nach Angaben des Innenministeriums die Organisation und Betreuung der ankommenden Flüchtlinge. Außerdem habe das Land die Bundeswehr um Unterstützung gebeten. 

Derzeit fahre täglich ein Sonderzug aus Süddeutschland einen Bahnhof in Niedersachsen an. Diese Fahrten sollen jetzt alle dauerhaft über den Bahnhof Laatzen abgewickelt werden. Insgesamt nimmt das Land dem Ministerium zufolge aktuell durchschnittlich mehr als 1000 Menschen pro Tag auf, ein Teil davon kommt mit den Sonderzügen.

Region und Landesregierung verhandeln Einzelheiten

Während der größeren Messen wie der Hannover-Messe oder der Cebit soll der Bahnhof aber nicht als Drehkreuz eingesetzt werden. Die Niedersächsische Landesregierung und die Region Hannover verhandeln derzeit über die Einzelheiten der Zusammenarbeit.

„Dieser Bahnhof wurde im Vorfeld der Expo geschaffen, um eine große Anzahl von Menschen aufzunehmen. Dank der geschlossenen Halle können dort auch Wartezeiten überbrückt werden, wenn sich der Anschlusstransport leicht verzögert“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau. Die Region Hannover sei dabei, Strukturen aufzubauen, damit eine tägliche Abwicklung möglich ist. Dabei sei es notwendig zu prüfen, welche Aufgaben weiterhin ehrenamtlich geleistet werden können und welche Aufgaben auf bezahlte Kräfte übertragen werden. „Das ist keine Frage der Qualität der Leistung, sondern eine Frage der zeitlichen Belastung“, betonte Jagau. Gleichzeitig hob er das hervorragende Enga-gement freiwilliger Helferinnen und Helfer hervor. „Sie haben schon enorm viel geleistet.“

Bereits am Dienstagmorgen hatte Ministerpräsident Stephan Weil in Laatzen Flüchtlinge begrüßt, die mit einem Zug aus Passau kamen. Das Land Niedersachsn rechnet in diesem Jahr mit rund 100.000 Flüchtlingen.

mbb/iro

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