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Laatzen wird Logistikstandort
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Rethen Laatzen wird Logistikstandort

Östlich von Rethen soll eine Großfläche für Logistikbetriebe entstehen. Investor ist die Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG). Frühestens 2014 können die Erschließungsarbeiten beginnen.

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Die Entwickler planen, die neue Fläche in zwei Abschnitten zu realisieren. Begonnen wird im östlichen Bereich auf Höhe des ADAC.

Quelle: Grafik: Erdbrink

Laatzen. Die Region Hannover mit ihrer Lage an den wichtigen Autobahnen 2 und 7 ist eine der zentralen Logistikdrehscheiben in Deutschland. Schon vor Jahren hatte die Region deshalb auch eine Fläche bei Rethen als potenziellen Standort vorgesehen. Bislang tat sich dort jedoch kaum etwas.

Dies wird sich bald ändern: Die HRG will das Areal östlich der B6 und südlich der B443 entwickeln. Denn nach der Ansiedlung etlicher Logistikbetriebe entlang der Autobahnen werden die Flächen in der Region langsam knapp. „Entlang der A7 bleiben nicht viele Alternativen übrig“, sagt HRG-Geschäftsführer Mattias Böhle.

„Laatzen Ost“ heißt der Arbeitstitel für die Fläche, die die HRG in zwei Bauabschnitten plant. Der erste, größere Teil ist 30 Hektar groß, bebaut werden könnten davon laut Böhle etwa 23 Hektar. Erschlossen wird der Bereich von der B443 aus: Die künftigen Betriebe dort teilen sich dann mit dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum den bereits bestehenden Zubringer samt Brücke.

Böhle schweben „primär logistische Nutzungen“ vor - von klassischen Lager- und Transportunternehmen bis hin zu E-Commerce-Anbietern wie Amazon und Netrada. Ein klassisches Gewerbegebiet wäre das dann nicht: „Für kleinteilige Ansiedlung von Handwerksbetrieben stehen in Rethen und Gleidingen ausreichend Flächen zur Verfügung“, heißt es bei der Stadt Laatzen, die mit der HRG im Gespräch ist.

In trockenen Tüchern ist das Projekt noch nicht. Die HRG verhandelt derzeit mit den etwa zehn Eigentümern der Grundstücke. „Logistikflächen sind preissensibel“, sagt Böhle in Hinblick auf den Preispoker - von der Wirtschaftlichkeit hängt für die HRG letztlich ab, ob sie das Vorhaben realisiert.

Dass dies auch scheitern kann, zeigt die jüngste Entwicklung an der A2 in Wunstorf: Dort war 2012 der Audi-Partner Syncreon unter anderem deshalb abgesprungen, weil Eigentümer zu viel Geld für ihre Flächen verlangt hatten.

Die Stadt Laatzen unterstützt die Pläne. „Wir profitieren von der Entwicklung durch die Ansiedlung von Gewerbebetrieben, die dort sowohl Arbeitsplätze schaffen als auch in Laatzen Gewerbesteuer zahlen“, sagt Sprecher Matthias Brinkmann. Er spricht von einer „einmaligen Chance, von dieser Wachstumsbranche zu profitieren.“ Sobald die HRG die Verhandlungen abgeschlossen habe, werde die Stadt einen Bebauungsplan aufstellen.

Die vorbereitenden Arbeiten haben schon begonnen: Im Herbst hatte die HRG das Gelände bereits auf mögliche Bombenfunde sondieren lassen. Geschäftsführer Böhle peilt den Beginn der Erschließung für 2014 an.

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HAZ-Redakteur/in Johannes Dorndorf

Auf nach Laatzen

Laatzen mit seinen gut 40.000 Einwohnern liegt im Süden der Landeshauptstadt – die Grenzen zu Hannover sind fließend. Sehen Sie Laatzen aus der Luft und im Grünen!

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