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Hauptschüler erhalten "Schlüssel" zum Berufsleben

Laatzen-Mitte Hauptschüler erhalten "Schlüssel" zum Berufsleben

Ihre Generalprobe vor dem ersten richtigen Bewerbungsgespräch haben 44 Hauptschüler der Albert-Einstein-Schule bestanden und auch sonst während des Projektes "Verbesserung der Berufschancen" von und mit Experten einiges über sich und das Arbeitsleben erfahren. Jetzt erhielten sie ihre Zertifikate.

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Zertifikatsübergabe in der AES: 44 Jugendliche aus dem aktuellen 10. Jahrgang des Hauptschulzweiges haben erfolgreich an dem einjährigen Projekt Verbesserung der Berufschancen teilgenommen.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Das Projekt umfasst erste "Interessen"-Gesprächen in der Schule über die Berufsberatung mit der Agentur für Arbeit bis zur Zusammenstellung der Bewerbungsmappe. Höhepunkt sind die etwa halbstündigen Vorstellungsgespräche unter Realbedingungen bei Betrieben und Unternehmen wie Chemie Nord, Troester, im Einzelhandel, bei Dienstleistern, in Kindertagesstätten oder Arztpraxen. Insgesamt gehören rund 70 Betriebe zum Portfolio des AES-Projektes. Auch die Handwerkskammer und das ProAktivCenter sind daran beteiligt.

Direktor Christian Augustin würdigte bei der Feierstunde am Donnerstag jeden einzelnen Zehntklässler und zitierte kurz die positive Eindrücken aus dessen Vorstellungsgespräch: "sehr sympathisch", "hohe Motivation", "gut vorbereitet" oder "überzeugend" waren nur einige der guten Bemerkungen. Mitunter hätten die Schüler auch Tipps, weitere Unterstützungsangebote oder die Aufforderung zur Bewerbung bekommen. Die Zertifikate seien für die Schüler wie ein "Schlüssel" zum weiteren Berufsleben und bereichere mit den Zeugnissen die Bewerbungsmappe, sagte Augustin.

"Jeder hat Stärken", betonte auch die beteiligte Schulsozialarbeiterin Janka Posselt. Die frisch Zertifizierten ermunterte sie, sich die Arbeit zu suchen, die ihren Interessen entspreche und Spaß macht und dabei nicht zu viel Zeit zu lassen: "Der Run auf die Ausbildungsplätze hat begonnen."

Von den 44 AES-Hauptschülern haben bereits zwei eine Lehrstelle, sechs weitere seien in Gesprächen. Erfahrungsgemäß fänden viele in der Zeit der Abschlussprüfungen ihren Ausbildungsplatz, so Posselt.

Projekt ist zentral für das "Laatzener Modell"

Zwei Arten von Erfolgen freuen die AES-Vertreter besonders: So verzeichne der Hauptschulzweig überdurchschnittlich viele höherwertige Abschlüssen, betonte deren Zweigleiterin Anja Fischer. 2015 lag der Wert bei 60 Prozent, zudem wechselten 5 der seinerzeit 44 Hauptschülern direkt zum Gymnasium.

Auch sei die Zahl derjenigen Schüler ohne Abschluss mit zuletzt 2,2 Prozent außerordentlich gering. Wenn er in dem Statistikmodul der Landesschulbehörde die Werte eingeben müsse, erscheine regelmäßig eine Fehlermeldung, erzählt AES-Direktor Augustin. Wenn er gefragt werde, ob er die Zahlen, die deutlich von dem Landesdurchschnitt abwichen, tatsächlich speichern wolle, drücke er gern auf Ja. Zum Vergleich: Landesweit lag der Durchschnittswert zuletzt bei 6,4 Prozent.

Das Projekt "Verbesserung der Berufschancen" bezeichnet der Direktor als eines der zentralen Elemente für das "Laatzener Modell". Seit 2008 wird der Übergang von der Schule in den Beruf an der AES besonders gefördert.

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Von Astrid Köhler

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