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Bundestagsabgeordneter für vier Tage

Laatzen/Berlin Bundestagsabgeordneter für vier Tage

Wie ist es, in Berlin Bundespolitik zu machen, hat der Laatzener Aleksandr Bogdan jetzt vier Tage lang erprobt. Der 18-Jährige nahm als einer von 315 Jugendlichen beim Planspiel "Jugend und Parlament" teil - und vertrat eine politische Position, die er persönlich gar nicht teilt.

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Aleskandr Bogdan (rechts) hat sich vier Tage lang beim Planspiel im Reichstag als Parlamentarier betätigt - und mit dem echten Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch Erfahrungen ausgetauscht.

Quelle: privat

Laatzen/Berlin. Die Teilnehmer, die auf Einladung des Deutschen Bundestags in Berlin waren, schlüpften in die Rollen fiktiver Abgeordneter und sollten vier ausgedachte Gesetzesentwürfe durchbringen, um den politischen Alltag hautnah kennenzulernen. Bogdan, der gerade sein Abitur am Erich-Kästner-Gymnasium macht, übernahm die Rolle eines Abgeordneten der konservativen Christlichen Volkspartei (CVP) und tagte bei Sitzungen standesgemäß im echten CDU-Fraktionssaal.

Für den Laatzener Juso war es auch der politische Rollentausch, der einen zusätzlichen Reiz brachte. "Ich habe am Vorschlag für eine Verfassungsergänzung gearbeitet, laut der Deutsch als Landessprache verankert werden soll" - und setzte sich prompt durch. Allerdings wider die eigene Gesinnung: "Im richtigen Leben hätte ich dem Ganzen nicht zugestimmt", sagt Bogdan. Denn eine solche Entscheidung wäre rein symbolisch: Faktisch ist Deutsch nicht nur praktizierte Alltagssprache, sondern längst auch Amtssprache. Aber letztlich sind es die vielen neuen Erfahrungen, die zählen. "Was mich besonders überrascht hat ist, dass die Arbeit als Abgeordneter wirklich kompliziert und anstrengend ist. Ich habe davor nach diesen vier Tagen großen Respekt."

Eingeladen hatte den 18-Jährigen der Laatzener Bundestagesabgeordnete Matthias Miersch (SPD), der sich im Gespräch mit Bogdan an alte Zeiten erinnerte. Der Grasdorfer hatte nämlich selbst schon als 16-Jähriger bei "Jugend und Parlament" in Bonn mitgemacht - und wählte später bekanntermaßen den Weg in die Bundespolitik. Ein Modell auch für den Juso Bogdan? "Ich bin nicht abgeneigt, in der Politik weiter zu machen. Ab ich habe als 18-Jähriger noch viel vor mir - mal gucken, was daraus wird."

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