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FDP ist offen für Bündnisse - auch mit der SPD

Laatzen FDP ist offen für Bündnisse - auch mit der SPD

Die Laatzener FDP hat als letzte der etablierten Parteien ihr Wahlprogramm veröffentlicht. Zu den Schwerpunkten zählen Investitionen in Schulen und Kitas, mehr Wohnungsbau, ein Plan zur Integration von Flüchtlingen und neue Ganztagsschulen.

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Die FDP wirbt auf großflächigen Plakaten für ihre Spitzenkandidaten - unter ihnen Stadtverbandschef Dirk Weissleder (links) und der Fraktionsvorsitzende Gerhard Klaus.

Quelle: Dorndorf

Laatzen. Mit der Bekanntgabe des FDP-Programms wird klar: So weit auseinander sind Laatzens Parteien in diesem Wahlkampf nicht. Keine Partei, die nicht etwa die Förderung bezahlbaren Wohnraums oder die Sanierung der Schulgebäude fordern würde. So lässt denn FDP-Fraktionschef Gerhard Klaus durchblicken, dass man bei möglichen Bündnissen in alle Richtungen offen ist. "Weil die AfD nicht antritt, kommen nur Parteien in den Rat, mit denen man grundsätzlich zusammenarbeiten kann." Gute Erfahrungen habe in der bestehenden Gruppe mit CDU und RRP gesammelt, aber auch in Richtung der Sozialdemokraten bei man gesprächsbereit. "Ich bin positiv überrascht von der fleißigen SPD. Das kennt man von früher nicht."

Die wichtigsten Themen im Überblick:

Investitionen: "Wir leben nach wie vor über unsere Verhältnisse", sagen Klaus und der Stadtverbandsvorsitzende Dirk Weissleder. Angesichts der günstigen Zinslage, die für Kommunen gen Null tendiere, spreche man sich dennoch dafür aus, in die Sanierung notwendiger Einrichtungen wie Schulen und das Rathaus zu investieren - auch kreditfinanziert. "Aber Prestigeobjekte gehen nicht mehr", ergänzt Klaus. Er lehne beispielsweise die Pläne für die von der Verwaltung vorgeschlagene Bike-Skate- und Parkour-Anlage in Laatzen-Mitte ab.

Wohnungsbau: Die FDP wünscht mehr bezahlbaren Wohnraum. Die Stadt müsse einerseits Flächen ausweisen, andererseits sozialen Wohnungsbau ermöglichen. Den rot-rot-grünen Vorstoß einer 25-Prozent-Quote bei Neubauten begrüßt Klaus.

Kitas und Ganztagsschule: Der Betrieb neuer Kindergärten und Krippen sollte nach Ansicht der FDP verstärkt Freien Trägern wie DRK, AWO und Kirchen überlassen werden - "nicht nur, damit mehr Vielfalt da ist, sondern auch, weil es billiger ist". Auch die übrigen Grundschulen sollen in Ganztagsschulen umgewandelt werden, die mittelfristig die Hortbetreuung ersetzen. "Chancengleichheit kann man nur über Ganztagsschulen erreichen", sagt Klaus. Diese müssten allerdings "echte Ganztagsschulen" sein.

Flüchtlinge: Die unlängst vorgetragene Forderung nach einem "Masterplan für Flüchtlinge" hält die FDP aufrecht. Ein solcher Plan müsse alle Fragen klären - von der Unterbringung über Ausbildung und Schulbesuch bis zum Thema Arbeit.

Öffentlichkeitsarbeit: Die Stadt muss nach Ansicht der FDP die Bürger besser informieren. "Vor großen Projekten müssen noch häufiger große Informationsveranstaltungen gemacht werden", sagt Klaus. Positives Beispiel seien die Versammlungen vor der Einrichtung der Flüchtlingsunterkünfte.

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