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Feuerwehr findet versteckte 75-Kilogramm-Puppen

Alt-Laatzen Feuerwehr findet versteckte 75-Kilogramm-Puppen

Das Szenario klingt dramatisch: Es brennt in einem Bürohaus und irgendwo in den verwinkelten Obergeschossräumen harren sieben Vermisste aus und warten auf Rettung. Für die Ehrenamtlichen der Ortsfeuerwehr Laatzen war es am Mittwoch ab 19 Uhr keine leichte Übung, doch im Allgemeinen gelang sie gut.

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Bei der Übung der Ortsfeuerwehr Laatzen im Alt-Laatzener Gewebegebiet galt es für die Helfer, in einer vernebelten und verwinkelten Büroetage sieben Vermisste zu finden.

Quelle: Gerald Senft

Alt-Laatzen. Die vermeintlichen dicken Rauschschwaden im Obergeschoss stammen zwar aus der feuerwehreigenen Nebelmaschine, doch die Sicht machte das nicht besser. So tasteten sich fünf Zwei-Mann-Trupps unter Atemschutz durch die leer stehenden, verwinkelten Büroräume und suchen alles nach den Vermissten ab: die teilweise hintereinander liegenden Zimmer sowie die fensterlosen Toilettenräume im Inneren der Etage.

Sechs 75 Kilogramm schwere Puppen hatte der Übungsleiter, Gruppenführer Frank Fuhrmannm in den früheren Messeverwaltungsräumen an der Münchener Straße 18 verstecken lassen. Die Übung wurde noch realistischer, weil einen Mann einen Hilferuf ans Fenster geschrieben hatte und mit den Armen winkte, als die 36 Einsatzkräften mit sechs Fahrzeugen auf dem Gelände eintrafen. "Das sah richtig dramatisch aus", berichtete Feuerwehrsprecher Gerald Senft.

Der Übungsort war zwar im abends eher menschenarmen Gewerbegebiet, doch hatten sich eine "stattliche Anzahl" von Gäste aus einem nahegelegenen Hotel eingefunden, die alle weiteren Schritte der Übung mit gebührendem Abstand beobachteten. Sie sahen, wie die Feuerwehr die Drehleiter in Position brachte und von außen an dem Gebäude ansetzte.

"Im Ernstfall hätte die Feuerwehr die Scheibe eingeschlagen und den Mann gerettet. Das wäre schneller gegangen", sagte Senft. So wurde das Eintreffen des Atemschutztrupps abgewartet und das Fenster geöffnet.

Die versteckten Puppen holten die Feuerwehrleute mit Tragen oder sogenannten Schleifkorbtragen durch das steile Treppenhaus nach draußen. Und dabei hatten sie "wirklich was zu tragen", wie ihre Sprecher betonte.

"Ziel der Übung war die Menschenrettung", betonte Senft. Dies gelang den erfahrenen und teilweise verhältnismäßig neuen Helfern gut. Als verbesserungswürdig gilt die Frequenz der Funksprüche. "Die Trupps sollten öfter funken und bekannt geben, wo sie im Gebäude sind und was sie gemacht haben", erklärte der Feuerwehrsprecher. Dann wäre auch früher aufgefallen, dass die Richtungsanweisungen von außen im Gebäude ganz anders umgesetzt wurden. "Das Treppenhaus dort endet oben anders als es unten beginnt", so Senft. So liefen die Helfer auf der Etage zunächst in die genau entgegengesetzte Richtung.

Nachdem alle sieben vermeintlich Vermissten gefunden und gerettet waren, wurde die Übung gegen 20 Uhr beendet.

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Von Astrid Köhler

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