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Gefahrgutalarm in der Albert-Einstein-Schule

Laatzen-Mitte Gefahrgutalarm in der Albert-Einstein-Schule

Der gesamte Gefahrgutzug der Feuerwehr Laatzen ist am Freitag gegen 13.40 Uhr zur Albert-Einstein-Schule gerufen worden, nachdem in der Chemikaliensammlung des L-Traktes ein korrodiertes Gefäß mit Natrium gefunden wurde. 150 Schüler mussten das Gebäude verlassen. Um 14.35 Uhr war die Gefahr gebannt.

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Einsatz zur Gefahrgutabwehr an der Albert-Einstein-Schule: Nachdem in einem Schrank der Chemikaliensammlung im L-Trakt ein korrodiertes Gefäß mit Natrium gefunden wurde und ein Fachmann der Feuerwehr dieses untersucht hatte, wurde um 13.40 Uhr der Laatzener Gefahrgutzug zur Hilfe gerufen. Rund 150 Schüler aus dem Gebäudetrakt wurden nach Hause geschickt. Stattdessen kamen 46 zusätzlich geschulte Feuerwehrleute, um das Gefäß in Übergefäßen zu sichern. Nach etwa einer Stunde war der Einsatz erfolgreich beendet.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Das an der Unterseite bröcklige, etwa ein Kilogramm Natrium fassende Gefäß wurde am Freitag gegen 11.30 Uhr beim Aufräumen eines Spezialschrankes in der Ecke entdeckt, für den nach Angaben des Schulleiters Christian Augustin überhaupt nur wenige Fachkräfte einen Schlüssel besitzen. Die Schule informierte daraufhin die Stadtverwaltung und diese den Stadtbrandmeister Sebastian Osterwald. Nachdem er den Schaden in dem separaten Raum in Augenschein genommen hatte, entschied er sich dafür, den Gefahrgutzug anzufordern.

Insgesamt 46 speziell geschulte Feuerwehrleute rückten mit acht Fahrzeugen aus und bereiteten die weiteren Schritte der Sicherung in einem Überfass vor. Um 14.30 Uhr waren die Vorbereitungen beendet und ein Trupp in komplett abgedichteten Chemikalienschutzanzug mit Sauerstoff- und Funkgeräten betrat mit Sackkarre, gelbem Überfass und kleineren Gefäßen den L-Trakt in Richtung Chemikaliensammlung im ersten Stock. Kaum fünf Minuten später war der lädierte, aber nach Feuerwehrangaben noch dichte Behälter sicher verpackt und der Trupp wieder an der frischen Luft.

Wie der AES-Fachbereichsleiter Naturwissenschaften Marcel Jankowski erkärte, ist Natrium ein gängiges und eher harmloses Metall für Experimente in Schulen. Es wird mit den Elementfamilien und bei Versuchsanordnungen ab Klasse neun eingesetzt, um zu zeigen wie das Metall nach dem Schneiden anläuft, wie es mit Wasser reagiert und zerbröselt.

"Natrium reagiert heftig mit Wasser", erklärt Jankowski. Trifft beides zusammen, entstehe einerseits Natronlauge und anderseits hochexplosiver Wasserstoff. Dass das in der abgeschlossenen Chemischen Sammlung und dem zusätzlich gesicherten Schrank gelagerte Natrium mit Wasser zusammentreffen würde, sei "sehr unwahrscheinlich" betonte der Fachbereichsleiter. Außerdem sei es wahrscheinlich, dass sich innerhalb des korrodierten Gefäßes noch ein zweites, dichtes Gefäß befindet, in dem das Natrium aufbewahrt ist. Bewegt wurde das Natriumgebinde offenbar schon länger nicht mehr. Die Schule besitzt noch eine zweite Chemikaliensammlung: im C-Trakt. In den vergangenen Jahren wurde offenbar nur das dort sicher eingelagerte Natrium für Unterrichtszwecke verwendet.

Nachdem der Feuerwehreinsatz beendet war, wurden der Lagerraum abgeschlossen und versiegelt. Das Fass wird nun von einer Fachfirma abgeholt.

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Von Astrid Köhler

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