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Zum Frauentag wehen Fahnen und gibt es Nelken

Laatzen-Mitte Zum Frauentag wehen Fahnen und gibt es Nelken

"Der 8. März ist ein politischer Tag", betont die Laatzener Gleichstellungsbeauftragte Nicole Hendrych. "Es geht um Macht, Ressourcen und Menschenrechte". Um auf die Bedeutung des Internationalen Frauentages hinzuweisen, hat sie am Dienstag Nelken am Rathaus und im Leine-Center verteilt.

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"Zeichen der Solidarität": Die Laatzener Gleichstellungsbeauftragte Nicole Hendrych verteilt am Internationalen Frauentag Nelken auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Auch Fahnen werden anlässlich des 8. März gehisst.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Zu der Mini-Demonstration um 12 Uhr auf dem Marktplatz, bei der auch zwei Internationaler-Frauentag-Fahnen gehisst wurden, kamen rund ein Dutzend Teilnehmerinnen. Seit dem Jahr 1911, als Frauen im damaligen Deutschen Kaiserreich und weiteren europäischen Ländern für ihr Wahlrecht auf die Straße gingen, habe sich schon einiges verändert, sagte Hendrych. Die Frauen dürften aber nicht nachlassen in ihrem Kampf um mehr Zugang zu Ressourcen und zur Macht. 

"Ich finde es toll, dass Frauen zusammenkommen", sagte die Laatzenerin Dusanka Rajcic, mit Nelke in der Hand, auf dem Marktplatz. Der Austausch sei wichtig, auch für Neubürgerinnen und Frauen verschiedener Nationalitäten. Verena Linderte, die im Leine-Center eine Nelke erhielt, erinnerte daran, dass Führungspositionen noch immer von Männern dominiert werden. "Es ist wichtig für Frauen Netzwerke zu bilden", sagte die langjährige Frauenbeauftragte der damaligen Bezirksregierung.

Hendrych, die vor ihrer Berufung zur Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Laatzen für die SPD und die Partei Die Linke im Rat der Stadt politisch aktiv war, erinnerte an die Historie des 8. März und die Nelke als Protestzeichen. Schon 1911 hätten viele Demonstrantinnen rote Nelken im Revers stecken gehabt, so Gleichstellungsbeauftragte: "Die rote Nelke ist eng mit dem Sozialismus verbunden und dies politische Ideologie ließ sich damals gut mit den Forderungen der Frauen vereinbaren".

Während der NS-Zeit war der 8. März als sozialistischer Feiertag verboten und wurde statt dessen der Muttertag sowie die "biologische Verpflichtung" der Frau in den Vordergrund gestellt. Während nach Kriegsende in der Sowjetisch Besetzten Zone und der daraus hervorgehenden DDR der 8. März schnell wieder im Feiertagskalender auftauchte, gewann er in Westdeutschland erst seit den 1960er Jahren an Popularität.

Seitens der Stadt Laatzen gibt es seit dem Amtsantritt Nicole Hendrychs Ende 2012 alljährliche Aktionen zum 8. März. Die Fahnen wehten erstmals 2013.

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Von Astrid Köhler

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