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Junge Rechenkünstler gewinnen Medaillen

Laatzen-Mitte Junge Rechenkünstler gewinnen Medaillen

54 Dritt- und Viertklässler haben am Mittwoch im Forum des Erich-Kästner-Schulzentrums gerechnet, was das Zeug hält. Die Schüler von vier Laatzener Grundschulen waren in die Endrunde der Mathe-Olympiade gekommen und stellten sich den anspruchsvollen Knobelaufgaben. 17 von ihnen erhielten Medaillen.

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Laurentius Nguyen (3. Klasse, links), Jolina Bremer (4. Klasse) und Georg Prinz (3. Klasse) von der Grundschule Rethen haben für ihre ersten Plätze eine Goldmedaille bekommen.

Quelle: Stephanie Zerm

Laatzen-Mitte. Im Forum des Erich-Kästner-Schulzentrums ist es am Mittwochvormittag mucksmäuschenstill: 54 Jungen und Mädchen lauschen gebannt. Auf der Bühne räuspert sich Mathematiklehrerin Dorothee Berraqa. In ihren Händen hält die Organisatorin der Laatzener Mathe-Olympiade die Ergebnislisten der Endrunde, die das Erich-Kästner-Gymnasium (EKG) bereits zum fünften Mal ausrichtet. "Danke, dass ihr alle teilgenommen habt", sagt sie zunächst. Dann verliest sie die Ergebnisse: 17 der 54 Jungen und Mädchen haben eine Medaille gewonnen, die sie sich der Reihe nach abholen können. Zusätzlich bekommen die stolzen Gewinner ein Spiel oder ein Buch.

Vier Laatzener Grundschulen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt: die Grundschulen Rethen, Ingeln-Oesselse, Rathaus- und Pestalozzistraße. Im November hatten die Mathematiklehrer im Unterricht die ersten Fragebögen zur Mathe-Olympiade verteilt. Die Schüler mit den besten Ergebnissen kamen in die zweite Runde und stellten sich im Februar erneuten Fragen. Die besten von ihnen durften am Mittwoch an der Endrunde teilnehmen.

"Ich bin sehr stolz, dass ich das geschafft habe und jetzt hier mitmachen kann", erklärte die zehnjährige Anna von der Grundschule Rethen. Marius war bereits zum zweiten Mal in der Endrunde. "Mathe macht mir großen Spaß und ich knobel sehr gerne", sagt der Zehnjährige. Und genau darum geht es bei der Mathe-Olympiade. "Die Schüler müssen anspruchsvolle Text- und Knobelaufgaben lösen", erklärt Dorothee Berraqa. Aber auch klassische Rechen- und Geometrieaufgaben gehören zur Olympiade. Welche es sind, darf nicht verraten werden. Schließlich treten auch noch andere Schulen bei dem Wettbewerb an.

Am Mittwoch hatten die Jungen und Mädchen eineinhalb Stunden Zeit, die anspruchsvollen Aufgaben zu lösen. Danach machte sich Dorothee Berraqa an die Auswertung.

"Die Olympiade soll die Freude an der Mathematik wecken und ein Ansporn sein, sich für dieses Fach stark zu machen", erklärte die stellvertretende EKG-Schulleiterin Anneliese Schmidt. Mit der Ausrichtung der Olympiade wolle sich das Gymnasium für eine Förderung des Mathematikunterrichts einsetzen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit den Grundschulen stärken.

Einer, bei dem der olympisch-mathematische Funken bereits übergesprungen ist, ist der zehnjährige Theo. "Bis zur zweiten Klasse möchte ich Mathe nicht", sagt der Viertklässler. "Aber ich der dritten Klasse habe ich an der Mathe-Olympiade teilgenommen und fand das toll." Im vergangenen Jahr hat Theo eine Bronzemedaille gewonnen - ebenso wie in diesem Jahr.

Das sind die Medaillen-Gewinner:

Olympiadeklasse 4: Jolina Bremer (Gold), Marius Freier, Julian Karau, Kirill Matveev, Juan Pablo Villalba Cubero, Theo Böttcher (alle Silber), Lennart Stamme, Hannah Büschking, Piet Fuhrmann (alle Bronze)

Olympiadeklasse 3: Laurentius Nguyen, Georg Prinz (beide Gold), Emil Nguyen, Henri Rumpf, Melina Fanck, Edwin Kensin, Keno Klostermann (alle Silber), Theodor Taschenberger (Bronze).

Mathe-Olympiade gibt es seit 1961

Die Mathe-Olympiade wird jedes Jahr in ganz Deutschland für Schüler der Klassen 3 bis 12 angeboten und von jedem Bundesland selbstständig durchgeführt. In Niedersachsen wird der Rechen-Wettstreit von dem Verein MO-Ni (Mathematikolympiade in Niedersachsen) organisiert, die dritte Runde dann in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Mathematik und Informatik sowie dem Mathematischen Institut und dem Institut für Numerische und Angewandte Mathematik der Universität Göttingen.

In jeder Runde müssen die Schüler drei bis sechs Aufgaben bearbeiten, die logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und den kreativen Umgang mit mathematischen Methoden erfordern. Dabei steigt von Runde zu Runde der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben.

Die erste Mathe-Olympiade wurde 1961 in der damaligen DDR ausgerichtet. Nach der Wiedervereinigung entwickelte sie sich schnell zu einem bundesweiten Schülerwettbewerb. Seit 1996 nehmen alle 16 Bundesländer teil.

In Niedersachsen beteiligen sich im Schnitt jedes Jahr mehr als 1000 Grundschulen und Gymnasien an dem Wettrechnen.

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Von Stephanie Zerm

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