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Laatzenerin schreibt Buch über Park der Sinne

Laatzen Laatzenerin schreibt Buch über Park der Sinne

Über den Park der Sinne ist schon viel geschrieben worden. Doch wohl noch nie hat sich jemand Laatzens grünem Wahrzeichen textlich so ungewöhnlich und vielfältig genährt wie Franzisika Kilian. Die 26-Jährige hat mit ihrer Bachelorarbeit in Journalistik ein Buch über den Park der Sinne geschrieben.

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Franziska Kilian hat im Rahmen ihrer Bachelorarbeit ein Buch über den Park der Sinne geschrieben.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen. Ein Buch, ein einstündiger Radio- oder ein halbstündiger Fernsehbeitrag? Vor dieser Wahl habe sie zum Ende ihres Studiums an der Fachhochschule Hannover gestanden, erzählt die gebürtige Thüringerin, die seit 2008 in Laatzen lebt. Weil sie eine leidenschaftliche Leserin ist und zudem noch "gern schreibt", fiel ihr die Entscheidung nicht schwer. Und nun liegt es vor ihr: Ein schwarzes, fast quadratisches Ringbuch mit der bunten Buchstabenzeile "Park der Sinne".

Ihre im Semester 2013/14 entstandene Arbeit ist alles andere als ein klassischer Parkführer. Die Leser erfahren zwar auch darin Wissenswertes zu dem auf einer früheren Mülldeponie errichteten Expo-2000-Projekt. Doch darüber hinaus hat sich die Laatzenerin für ihr Abschlussarbeit auf neue und ungewöhnliche Weise mit der Parkanlage und den dort agierenden Menschen sowie persönlichen Erlebnissen beschäftigt. Ihr "Spaziergang durch eine Welt der Sinne" enthält unter anderem Interviews mit einer Schamanin und einem Männerpaar, das am Platz der Idylle geheiratet hat. Parallel dazu hat sich Kilian mit den Arbeiten des Künstlers Andreas Rimkus auseinandergesetzt, Gespräche mit Rathausmitarbeitern, darunter Teamleiter Sven Achtermann und eine Standesbeamtin, geführt und Beiträge zu den menschlichen Sinne aufbereitet: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. So erfährt der Leser auf einer Seite mehr über die Parkobjekte Kräutertisch und Duftorgeln, auf den Folgeseiten erklärt sie mit medizinischen Schaubildern das Riechen und liefert Rezepte zur Teezubereitung.

Viele Kategorien und Textgattungen

Reportage, Feature, Interview, Bericht, Poesie - in verschiedenen Kategorien und Textgattungen nähert sich Kilian dem Park der Sinne. Sogar zwei Märchen hat sie geschrieben: "Eine verwunschene Quelle" und "Eine verfluchte Braut". Detailreich und fast wie im Krimi beschreibt sie außerdem eine nächtliche Lichtführung im Winter: "Hier bin ich nun: Allein hinter der Eistür am Südeingang des Parks der Sinne. Mit schemenhaften Bäumen und raschelndem Laub um mich herum und dem Geruch vom Brackwasser des Teichs in der Nase. Eine einsame, weiße Straßenlaterne beleuchtet schwach das graue Kopfsteinpflaster, auf dem ich stehe."

Es sei für nicht immer absehbar gewesen, wohin der Weg führt, erzählt die 26-Jährige: "Es war ein ziemliches Überraschungspaket." Mit dem Ergebnis ist sie umso zufriedener. "Ich bin total stolz darauf", sagt Kilian, lächelnd, mit dem schwarzen Ringbuch in der Hand. Ihre rund 70-seitige Arbeit endet mit einer Bilderstrecke über das Objekt "Steiniger Weg", der die einzelnen Worte zweier Sätzes beigestellt sind: "Ein steiniger Weg. Die Suche nach dem Sinn des Lebens." Eine Sinnsuche sei es auch für sie gewesen, gesteht die Laatzenerin, die nach Abschluss ihres Journalistikstudiums und einem Praktikum bei der Medizinischen Hochschule Hannover noch ein Literaturstudium draufsatteln und parallel dazu im PR-Bereich arbeiten will.

Verleger gesucht

Von Franziska Kilians Buch "Park der Sinne" gibt es angesichts der kleinen Auflage und Druckkosten von 25 Euro derzeit nur wenige Exemplare. Eines liegt im Gartenhaus im Park der Sinne aus. Kilian macht keinen Hehl daraus, dass sie sich einen Verleger oder Förderer wünscht, sodass die ungewöhnliche Arbeit über den Park der Sinne im Raum Hannover weiter bekannt wird. Die Stadt Laatzen, so das Ergebnis ihrer Recherche und Gespräche, kann dafür kein Geld zur Verfügung stellen. "Ich würde mich freuen, wenn sich ein Sponsor für das Buchprojekt finden würde."

Erreichbar ist Franziska Kilian über die Email-Adresse haruka110@gmx.de.

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Fotostrecke Laatzen: Laatzenerin schreibt Buch über Park der Sinne

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Von Astrid Köhler

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