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Hundeverein droht Aus wegen defekter WCs

Rethen Hundeverein droht Aus wegen defekter WCs

Es war eklig und roch bestialisch: Vor einigen Tagen ist die Sickergrube auf dem Gelände der Laatzener Ortsgruppe des Internationalen Rassehundeverbands übergelaufen. Zwar konnten die Hundefreunde den Schaden provisorisch beheben. Dennoch fürchtet der Verein, sein Übungsgelände sperren zu müssen.

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Vorsitzende Veronika Jüstel (lins), Pressewartin Ana Gräbener (Mitte) und Mitglied Doris Wilhelms mit ihren Hunden Benji (links), Granini (Mitte) und Fiete hoffen, auch weiterhin auf dem Gelände an der Koldinger Straße üben zu können.

Quelle: Stephanie Zerm

Rethen. "Auf das Klo gehen darf man nur, wenn man ganz dringend muss", sagt Veronika Jüstel. Denn die Toiletten seien nur eingeschränkt nutzbar. Nachdem die Sickergrube nach einem Seminar für Hundetrainer übergelaufen sei, hätten ihr Ehemann und ein Mitglied ein provisorisches Rohr verlegt, damit überhaupt wieder Wasser aus den Toiletten abfließen könne, sagt die Vereinsvorsitzende. "Aber es kann jederzeit wieder verstopfen."

Die Einschränkung beim Toilettengang sei vor allem für die älteren Mitglieder schwer zu bewältigen. "Wir haben rund 100 Mitglieder, die regelmäßig zu verschiedenen Übungsstunden kommen", erklärt Pressewartin Ana Gräbener. Manche kommen sogar aus Sehnde, Hannover und Krähenwinkel, um auf dem Gelände an der Koldinger Straße mit ihren Hunden zu trainieren.

Ursache für die Verstopfung ist laut Jüstel wahrscheinlich ein Einbruch Ende 2014. "Dabei haben die Täter unser Vereinsheim verwüstet und auch die Abflüsse der Toiletten mit Papiertüchern und Folien verstopft."

Laut Jüstel kostet es 3000 bis 4000 Euro den Zufluss zu reparieren. Hinzu kommen Kosten von rund 12.000 Euro für das undichte Dach des Vereinsheims. Geld, das der Verein nicht hat. "Unsere Mitglieder machen schon alles, was sie können, aber es sind keine Fachleute", sagt Jüstel und bedauert: "Wenn wir die Toiletten nicht reparieren, müssen wir das Gelände schließen." Ein Schritt, den der Verein nur ungern macht. Denn viele Mitglieder nutzen die 12.000 Quadratmeter große Fläche während des Leinenzwangs vom 1. April bis 15. Juli auch als Auslauffläche für ihre Hunde.

Der IRV sucht deshalb nun dringend Unterstützung von Fachleuten und  Spendern. Wer helfen will, kann sich per E-Mail an vorstand-irv53@web.de bei dem Verein melden.

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Von Stephanie Zerm

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