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Politik gefällt Idee für Wohnungsbau auf Hofstelle

Grasdorf Politik gefällt Idee für Wohnungsbau auf Hofstelle

Die Pläne eines Investors, auf der Hofstelle neben dem Grasdorfer Senioren- und Pflegeheim Wohngebäude zu errichten, gefallen der Laatzener Politik. Einhellig stimmte der Stadtentwicklungsausschuss am Montag für den Aufstellungsbeschluss. Dieser ist Voraussetzung für weitere Gespräche und Planungen.

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An Stelle des Hahne-Hofes am Rethener Kirchweg plant der Investor Peter Hahne aus Garbsen mehrere Gebäude mit 58 "bezahlbaren Wohnungen" zu errichten. Der Stadtentwicklungsausschuss hat dem Aufstellungsbeschluss am Montag einhellig zugestimmt. Damit ist der Weg frei für weitere Gespräche, Planungen und das nach den Sommerferien angestrebte Beteiligungsverfahren.

Quelle: Astrid Köhler

Grasdorf. Bereits im Januar hatte der Investor Peter Hahne vom Projektentwickler Topas GmbH Berenboste die Pläne des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 11 „Rethener Kirchweg“ im Ortsrat Laatzen öffentlich vorgestellt. Demnach sollten auf dem Hofgelände 58 „bezahlbare Wohnungen“ zum Quadratmeterpreis von 6,50 bis 8,50 Euro entstehen. Die Wohnungen sollten alle per Fahrstuhl erreichbar und barrierefrei und im Erdgeschoss zudem Platz für eine Tagespflege sein. Für Kritik sorgte seinerzeit die dunkle Fassadengestaltung der ersten Entwürfe. Außerdem wirkte der gesamte Gebäudekomplex auf einige Zuhörer zu groß und mächtig.

„Wir wünschen uns, dass die Höhe des neuen Gebäudes unterhalb des Gebäudes des Seniorenheims bleibt“, gab Christoph Dreyer (CDU) am Montag für seine Fraktion bekannt. Der Ausschussvorsitzende Gerd Apportin (Grüne) sowie Alexander Muschal und Bernd Stuckenberg (beide SPD) bekräftigten diesen Wunsch seitens der Politik, der in das Protokoll mit aufgenommen wurde.

Das gerade neu verpflichtete beratende Ausschussmitglied Christina Tietze vom Initiativkreis für Menschen mit Behinderungen in Laatzen äußerte zudem den Wunsch nach mehr behindertengerechten Wohnungen. Für diese gelten noch strengere Vorgaben als für die gesetzlich für Neubauten per Quote vorgeschriebenen barrierefreien Wohnungen. Stadtbaurat Axel Grüning versicherte, auch diesen Wunsch an den Investor weiterzugeben.

Hahne äußerte sich am Dienstag zufrieden über das Abstimmungsergebnis. „Wir sind froh und dankbar, dass unser Projekt auf so positive Zustimmung gestoßen ist“, sagte der Unternehmer, der auch Dachdeckermeister, Sachverständiger und Ortsbürgermeister von Horst bei Garbsen ist. Schon nach der Berichterstattung über die Vorstellung im Ortsrat sei das Interesse sehr groß gewesen: „Unser Telefon stand zweit Tage lang nicht mehr still.“ Es habe wesentlich mehr Anfragen gegeben, als Wohnungen geplant sind.

Die Pläne wurden seit Januar schon leicht modifiziert. So wurde Abstand von den dunklen Fassadengestaltung genommen. „Wir wollen uns am dörflichen Erscheinungsbild orientieren“, so Hahne, der den „Grasdorfer Klinker“ als Verblender erwähnte. Befürchtungen, der Neubau könnten so hoch oder gar höher als das Seniorenheim werden, versuchte er erneut auszuräumen: „Wir werden auf jeden Fall darunter bleiben. Die Firsthöhe der Scheune wird annähernd die Höhe des Neubaus sein.

Läuft in dem Verfahren weiter alles nach Plan, könnte nach Auskunft von Baurat Axel Grüning nach dem Sommer das Beteiligungsverfahren beginnen und zum Jahresende der Satzungsbeschluss stehen. Zwar muss am 6. April erst noch der Verwaltungsausschuss über den Aufstellungsbeschluss befinden, mit dem grünes Licht für die weitere Planung gegeben wird. Nach dem einstimmigen Votum im Ausschuss würde alles andere als eine Zusage aber als Überraschung gelten.

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Von Astrid Köhler

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