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Politik will Schüler-Ideen aufgreifen

Laatzen Politik will Schüler-Ideen aufgreifen

Yes, we can: Im Februar haben Laatzener Schüler beim Politik-Planspiel "Pimp Your Town" etliche Ideen für ihre Stadt entwickelt. Jetzt wollen die Pateien einen Teil davon in die echten Ratsgremien geben. Die Anträge werden bereits vorbereitet.

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Im Februar simulierten Schüler von Gymnasium, Oberschule, Förderschule und Gesamtschule eine Ratssitzung.

Quelle: Zerm

Laatzen. Rund 25 Schüler, drei Lehrer und vier Ratsmitglieder verschiedener Parteien trafen sich am Montag im Rathaus, um zu besprechen, welche von den Schülern geschriebenen Anträgen in die echten politischen Beratungen gegeben werden sollen. Dass eine Auswahl gefunden werden musste, liegt an der Gesamtzahl: Bei "Pimp Your Town" hatten die Schüler beider großer Schulzentren und der Förderschule 46 Themen im Planspiel-Rat behandelt - zu viele für den echten Rat der Stadt.

Übrig geblieben sind sieben Anträge, die in den nächsten Tagen noch an den Schulen ausformuliert werden sollen. Gefordert wird darin beispielsweise ein konkreter Zeitplan für die dringend notwendige Sanierung des Erich-Kästner-Schulzentrums, aber auch das Aufstellen von Leihfahrradständen vor öffentlichen Gebäuden, Hotels und Schwimmbädern. Ein weiterer Antrag sieht vor, überdachte Treffpunkte mit Sitzgelegenheiten für Jugendliche aufzustellen und mehr Mülleimer im Stadtgebiet vorzusehen. Mängel sehen die Schüler auch bei der Straßenbeleuchtung - es gebe zu viele dunkle Ecken, außerdem könne die Stadt mit Lichterketten verschönert werden.

Die beteiligten Ratsmitglieder zeigten sich von dem Treffen am Montag begeistert.  "Da ist wirklich viel Engagement dabei", sagt Gundhild Fiedler-Dreyer (CDU) - und meint damit auch den Einsatz der Lehrer. Einige Schüler hätten sich bereit erklärt, die Anträge in den nächsten Tagen gemeinsam mit ihren Klassen auszuformulieren. Die Parteien wollen die Ideen dann als interfraktionelle Anträge in den Rat einbringen. "Vielleicht ist es möglich, den ersten schon am 2. Juni im Kinder- und Jugendhilfeausschuss zu stellen", sagt Fiedler-Dreyer. Auf jeden Fall sollten alle Anträge vor der Kommunalwahl im September eingebracht werden.

Möglicherweise erwächst aus dem Projekt zudem eine andauernde Beteiligung von Jugendlichen an der Ratsarbeit. Beim Treffen am Dienstag hätten sich sieben Jugendliche grundsätzlich zum Mitmachen bereit erklärt, berichtet Fiedler-Dreyer. Sie könne sich vorstellen, dass die Jugendlichen mit beratender Stimme in den Ausschüssen mitwirken. Bislang war ein solcher Sitz für das Jugendparlament reserviert, das seit Juli 2014 nicht mehr existiert.

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