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Neue Hierarchien bei der Stadt Laatzen

Stadt Neue Hierarchien bei der Stadt Laatzen

Fast ein Jahr nach Amtsantritt krempelt Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne die Organisation der Stadtverwaltung um. Wegen der wachsenden Zahl an Aufgaben will er Fachbereiche als neue Hierarchieebene schaffen. Vor-Vorgänger Hauke Jagau hatte diese Ende der neunziger Jahre abgeschafft.

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Bürgermeister Köhne will eine neue Führungsebene im Rathaus etablieren.

Quelle: Michael Wallmueller

Laatzen. Flache Hierarchien und teamorientiertes Arbeiten - das waren seinerzeit die Ziele, die Jagau bei seiner 1998 angestoßenen Verwaltungsreform verfolgt hatte. Die Zwischenebene der Fachbereichsleiter entfiel seinerzeit, um dies zu ermöglichen und zugleich Geld zu sparen.

Inzwischen haben sich die Verwaltung und ihre Arbeit erheblich verändert, macht Köhne geltend: Bei Gründung der Region Hannover hat die Stadt die Aufgaben des Jugendamtes und der Bauordnung übernommen. Erheblich ausgeweitet wurde auch die Kinderbetreuung in den Kindertagesstätten. "Der Personalbestand zur Bewältigung der täglichen Aufgaben ist allein seit dem Jahr 2000 von 397 auf 608 gestiegen."

Ergebnis ist für den Verwaltungschef, die Verantwortung neu zu verteilen - eine Idee, die schon Amtsvorgänger Thomas Prinz umsetzen wollte. Unter anderem geht es darum, die "Leitungsspannen zu optimieren", wie es in einer Drucksache heißt. Gemeint ist, dass manche Teams inzwischen so groß sind, dass ein Teamleiter sich um zu viele Kollegen kümmern muss. Dies gilt vor allem für das bisherige Team Soziales mit 250 Beschäftigten. Zugleich rücken Teams, die im Fachbereich neu gebündelt sind, enger zusammen.

Einführen will Köhne das Modell schrittweise, den Anfang machen der Sozial- und der Baubereich. Der neue Fachbereich Soziales bildet auf unterer Ebene fünf Teams nebst Kitas und Jugendtreffs als Einheiten. Teamleiter Thomas Schrader gilt für die Leitungsposition als gesetzt, während Köhne für den Baubereich eine neue Stelle ausschreiben will - gesucht wird ein Experte mit dem Schwerpunkt Hochbau. Die übrige Verwaltung soll später schrittweise weiteren Fachbereichen zugeordnet werden.

Was das Ganze die Stadt kostet, hat die Verwaltung noch nicht errechnet. "Die Auswirkungen auf das Gehalts- und Besoldungsgefüge sind derzeit gering", heißt es etwas lapidar in der Drucksache. Neben dem neuen Fachbereichsleiter Bau müsse lediglich die neuen Teamleitungen im Bereich Soziales entsprechend neu bewertet.

Der Beschluss über das neue Modell obliegt dem Rat, der am Donnerstag tagt.

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