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Resonanz auf Flüchtlingssport ist groß

Laatzen-Mitte Resonanz auf Flüchtlingssport ist groß

Sie sind außer Atem und verschwitzt. Aber ihnen ist deutlich anzusehen, dass sie zufrieden sind. Rund 30 Flüchtlinge haben sich am Karsamstag beim Fußball- und Volleyballspielen ausgepowert. Seit etwa einem Monat bieten die Laatzener Vereine regelmäßig Flüchtlingssport an - mit großer Resonanz.

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Die Flüchtlinge haben viel Spaß beim Sport.

Quelle: Stephanie Zerm

Laatzen-Mitte. "Das ist besser, als wenn ihnen die Decke auf den Kopf fällt", sagt Patrick Mewes. Der stellvertretende Vorsitzende der SpVg Laatzen kümmert sich um die Flüchtlinge, die Fußball spielen wollen, erklärt ihnen die Regeln - und kickt selbst mit.

Seit rund einem Monat bieten Laatzener Vereine jeden Sonnabend von 11 bis 13 Uhr in der Turnhalle der Albert-Einstein-Schule (AES) Sport für Flüchtlinge an. "Das erste Mal kamen nur 20 Teilnehmer, das zweite Mal mehr als 40 und jetzt haben wir uns bei rund 30 eingependelt", sagt Mewes.

Die meisten von ihnen leben in den Flüchtlingsunterkünften an der Alten Rathausstraße, in der Turnhalle der Erich-Kästner-Schule oder im Flüchtlingsheim in Ingeln-Oesselse.

Neben Fußball können die jungen Männer in der Halle der AES auch Volleyball und Basketball spielen. Es sollen aber noch weitere Sportarten hinzukommen. Dabei hofft Mewes, dass sich neben der SpVg Laatzen und dem VfL Grasdorf noch weitere Vereine beteiligen. Der TSV Rethen habe bereits Interesse signalisiert. "Es wäre toll, wenn wir noch Trainer für Badminton, Tischtennis und andere Sportarten gewinnen können", sagt Mewes. Finden die Flüchtlinge an den Sportarten Gefallen, sollen sie in den jeweiligen Verein wechseln können. So wie der 22-jährige Kheri. Er spielt mittlerweile in der 2. Herren der SpVg Laatzen Fußball. "Das macht großen Spaß", freut er sich.

Darüber, ob Flüchtlinge dann auch Mitgliedsbeiträge zahlen müssen oder einen Sozialtarif bekommen, müssen sich die Laatzener Vereine laut Mewes jedoch noch einigen.

"Die Verständigung beim Sport funktioniert mit Händen und Füße", sagt Mewes und betont: "Aber sie funktioniert." Alle Flüchtlinge seien sehr engagiert und mit viel Elan bei der Sache.

Wichtig sei für sie vor allem, dass sie einen persönlichen Ansprechpartner haben. "Ein Gesicht, das sie kennen", sagt Mewes. Offenbar so wie seines. Denn der Fußballtrainer ist bei den jungen Männern sehr beliebt.  Sie drängen sich um ihn, weil jeder gemeinsam mit ihm fotografiert werden will.

Das einzige, was noch fehlt, sind Sportschuhe

"Das einzige, was jetzt noch fehlt, sind Hallensportschuhe", sagt Mitorganisator Stefan Skouras vom VfL Grasdorf.  Rund 25 Paar hätten die Vereine schon gespendet bekommen. Schuhe in den Größen 43 bis 45 fehlten jedoch noch. Die Schuhe können laut Skouras auch gern gebraucht sein.

Wer Hallensportschuhe oder auch Geld dafür spenden will, kann jeweils sonnabends von 11 bis 13 Uhr in die Sporthalle der AES an der Wülferoder Straße kommen oder sich an die Geschäftsstellen der SpVg Laatzen oder des VfL Grasdorf wenden.

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Von Stephanie Zerm

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