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Feuerwehr simuliert Chlorunfall im Aqualaatzium

Grasdorf Feuerwehr simuliert Chlorunfall im Aqualaatzium

Glücklicherweise war es nur eine Übung: Die Laatzener Feuerwehr hat am Dienstagabend einen Chlorgasunfall im Aqualaatzium simuliert. Kurios: Im Bad war von dem Einsatz kaum etwas zu bemerken.

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Bei der Übung am Dienstagabend simuliert die Laatzener Feuerwehr einen Chlorgasunfall im Aqualaatzium.

Quelle: Gerald Senft

Grasdorf. Es ist kurz vor 19 Uhr, als auf dem Parkplatz des Aqualaatziums vier Fahrzeuge des Laatzener Gefahrgutzuges anrücken. An Bord sind Mitglieder der Ortsfeuerwehren Rethen, Ingeln-Oesselse und Laatzen. Das Szenario: Im Kellergeschoss werden drei Personen vermisst.

Nach einer kurzen Erkundung durch den Zugführer-ABC und einem Blick in die Einsatzunterlagen werden die ersten Kommandos erteilt. Drei Feuerwehrleute in Chemikalienschutzanzügen betreten gegen 19.28 Uhr zuerst den von außen zugänglichen Chlorgasraum, in dem die Flaschen stehen. Anschließend steigen sie die Treppe in den Keller herunter. Dort werden in völliger Dunkelheit die drei Vermissten gesucht und ins Freie befördert - in diesem Fall keine echten Personen, sondern Holzpuppen.

Anschließend befreien sich die Helfer in der Dekontaminationsdusche von der giftigen Chemikalie. "Da es sich um eine Übung handelt, werden diese Arbeiten zwar mit gebotener Sorgfalt, aber nur trocken durchgeführt", sagt Feuerwehrsprecher Gerald Senft. Gegen 19.38 Uhr rücken zwei weitere Helfer in Anzügen in den Keller vor. Im Außenbereich wird mit einem Wasserschleier die weitere Ausbreitung des Gefahrstoffs verhindert.
"Im Vordergrund der 60-minütigen Übung steht die Begehung der umfangreichen Technik und der Lagerräume im Kellerbereich", erläutert Senft die Ziele der Übung. Eine logistische Herausforderung sei die Mitnahme der umfangreichen Ausrüstung schon auf dem Weg in den Keller. "Der Bereich konnte nur über eine lange Außentreppe erreicht werden." Außerdem übten die Helfer auch die Kommunikation untereinander, da die Helfer zur Absprache über Funk gezwungen waren.
Der Bade- und Saunabetrieb lief während der Übung normal weiter. Da sich der Einsatz auf die Kellerräume beschränkte, bekamen nur wenige Gäste etwas davon mit. Mancher, der das Bad verließ, bekam denn auch einen Schreck. "Manchem von ihnen war in diesen Minuten gar nicht bewusst, dass es sich um eine Übung handelt, so echt wirkte das Szenario", sagt Senft. "Die mussten wir erst mal beruhigen." Gäste und Passanten verfolgten den Einsatz aus gebührender Entfernung.

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