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Medien im "Kita-Mauer"-Streit in der Kritik

"Berliner Mauer" von Ingeln-Oesselse Medien im "Kita-Mauer"-Streit in der Kritik

Nach den teils spöttischen Kommentaren in Zeitungen und Fernsehen über die Zaun-Posse im Laatzener Stadtteil Ingeln-Oesselse hat Bürgermeister Jürgen Köhne jetzt zum Gegenangriff angesetzt: Er spricht von einem "inszenierten medialen Armutszeugnis" und sieht die Stadt zu unrecht im Fokus.

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Getrennt durch einen Zaun: Liliane (1, vorne) darf nicht mit den anderen Kindern im Garten der Krabbelstube Ingeln-Oesselse spielen, weil sie zu einer anderen Betreuungsgruppe gehört.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen/Ingeln-Oesselse. "Seit Wochen werden Kübel von Hohn und Spott über die vermeintlich übereifrige Stadt Laatzen ausgeschüttet", klagte Köhne bei der jüngsten Ratssitzung in einer Erklärung zur "Berliner Mauer" von Ingeln-Oesselse. Wie berichtet, hatte die Stadt untersagt, dass Krabbelkinder von zwei Großtagespflegestellen gemeinsam im Garten spielen dürfen. Die beiden Einrichtungen, die sich ein Gebäude teilen, hatten daraufhin einen Zaun quer durch die Grünfläche gezogen.

"Mittlerweile waren fast alle deutschen Fernsehsender da", klagt Köhne. Ein "überregionales Sonntagsboulevardblatt" habe sogar berichtet, ohne überhaupt mit der Stadt gesprochen zu haben. Dabei habe die Verwaltung eine "sehr plausible und überzeugende Antwort" gehabt - Köhne behauptet, dass von dieser jedoch "nigends etwas zu hören oder zu sehen" gewesen sei.

Und die lautet in Kurzform so: "Wir haben nie die Errichtung eines Zaunes gefordert, sondern lediglich die Einhaltung von Gruppengrößen und Betreuungschlüsseln", sagte Köhne. Mit anderen Worten: Würde nur jeweils eine der beiden Gruppen im Garten spielen, wäre der Zaun verzichtbar. Der Bürgermeister weiter: "Ich mag gar nicht daran denken, wie es wäre, wenn wir unseren Pflichten nicht nachkommen würden und dadurch ein Kind zu Schaden käme." Die Stadt werde keine Interviews zu diesem Thema mehr geben, sondern ihren gesetzlichen Aufgaben nachgehen. "Wir sind hier in einem Rechtsstaat und nicht bei Wünsch Dir was".

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