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Laatzens Einzelhandel im Prüfstand

Laatzen Laatzens Einzelhandel im Prüfstand

Gutachter haben Laatzens Einzelhandel unter die Lupe genommen. Die Empfehlung: Vor allem in Alt-Laatzen müsste mehr getan werden, um Leerstände zu beheben.

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Die Hildesheimer Straße in Alt-Laatzen leidet auch an der Attraktivität der Nachbarstandorte, heißt es im neuen Einzelhandelsgutachten.

Quelle: Daniel Junker

Alt-Laatzen. Schon seit Längerem sind die Leerstände an der Hildesheimer Straße unübersehbar. Zwar gibt es an der Verkehrsachse nach wie vor eine Reihe von Geschäften - von der Apotheke über den Mavi-Markt bis hin zur Commerzbank. Aber die Zeiten, in denen die Hildesheimer die zentrale Einkaufsmeile Alt-Laatzens war, sind Vergangenheit. Zum Jahresende soll nun auch noch die Sparkasse schließen.

Dabei sieht die Lage des Alt-Laatzener Einzelhandels auf dem Papier gut aus. In keinem Stadtteil wird mehr für Lebensmittel und ähnliche sogenannte periodische Produkte ausgegeben als dort - die sogenannte Zentralität liegt bei 215 Prozent. Das liege vor allem am „Sonderstandort Kaufland“, sagen die Gutachter des Beratungsunternehmens Cima, die Laatzens Einzelhandel untersucht haben. An den Leerständen im Zentrum ändert dies freilich nichts.

Ein Problem des Stadtteils ist dabei, dass es in der Nachbarschaft vergleichsweise gut läuft. „Der Vermietbarkeit an Filialisten sind leider enge Grenzen gesetzt“, heißt es im Gutachten. In Laatzen selbst, aber auch in Hannover seien „deutlich attraktivere Standorte verfügbar, mit denen die Hildesheimer Straße nicht konkurrieren kann“. Einer „Bummel-Atmosphäre“ stünden eine hohe Verkehrsbelastung, wegen der Stadtbahn wenige Querungsmöglichkeiten und ein „wenig ansprechendes Straßenbild“ entgegen.

„Um den Abwärtstrend aufzuhalten, bedarf es eines organisierten Flächenmanagements“, schlägt die Cima vor - eine Aufgabe, die die Wirtschaftsförderung der Stadt übernehmen müsste. Im ersten Schritt sollen Leerstände möglichst kaschiert werden, so wie es andernorts gängige Praxis ist: durch eine attraktive Plakatierung, als Präsentationsflächen für andere Einzelhändler - oder aber als Ausstellungsräume für Kunstobjekte. Mehr Transparenz schaffen wiederum Leerstandsbörsen im Internet, so wie sie die IHK Hannover und das Land anbieten. „Leider findet sich bisher keines der relevanten Objekte in Alt-Laatzen in diesen Datenbanken“, stellt die Cima fest. Auch eine persönliche Akquise gegenüber regionalen Filialisten, Geschäftsinhabern und Mittelständlern sowie eine Eigentümerberatung zählen zu den Aufgaben.

Potenzial sieht die Cima auch am Einkaufszentrum rund um Kaufland. Angesichts des Leerstands in einem Teil des ehemaligen Ratio-Warenhauses gebe es dort „Entwicklungspotenzial“. Allerdings sei die Erreichbarkeit mit den Parkplätzen an der Augsburger Straße „suboptimal“. Als Ergänzung zu den bestehenden Geschäften (Kaufland, Decathlon, Futterhaus) schlägt Cima einen Fahrradfachmarkt vor.

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