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Er soll Laatzens Klima verbessern

Laatzen Er soll Laatzens Klima verbessern

Seit Anfang November hat die Stadt Laatzen einen Klimaschutzmanager. Bernd Rosenthal soll nicht nur den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden reduzieren, sondern auch Unternehmern und Bürgern Hilfestellung geben. Der 59-Jährige in der Region als Experte zum Thema bekannt.

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Bernd Rosenthal ist der neue Klimaschutzmanager der Stadt Laatzen.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen. Von 2011 bis 2013 hat die Stadt Laatzen mit viel Aufwand ein Klimaschutzprogramm erarbeitet - mit etlichen Ideen, wie der Ausstoß von Kohlendioxid in Laatzen reduziert werden könnte. Jetzt ist auch die Person gefunden, die die Vorschläge umsetzen soll: Bernd Rosenthal ist der Mann für ein besseres Klima in Laatzen.

Erfahrungen auf dem Gebiet hat Rosenthal etliche. Der 59-Jährige war über viele Jahre hinweg Mitarbeiter des Energie- und Umweltzentrums in Eldagsen. Die auch überregional bekannte Einrichtung gehört zu den Pionieren auf dem Gebiet - seit 1981 bietet das EUZ unter anderem Bauberatungen und Fortbildungen an, hat aber auch die eigenen Gebäude immer wieder modernisiert. "Er ist ein bekannter Player im Netzwerk Klimaschutz der Region", sagt Sven Achtermann, Teamleiter Umwelt in der Laatzen Verwaltung, über Rosenthal.

Das Potenzial, in Laatzen Energie zu sparen, ist aus Sicht des Klimamanagers groß. "Laatzen ist gerade in Bezug auf die Bausubstanz eine sehr heterogene Stadt", sagt er in Anspielung auf die Siebzigerjahre-Bebauung in Laatzen-Mitte einerseits, aber auch die Fachwerkgebäude der ländlicheren Ortsteilen, die ganz andere Herausforderungen mit sich brächten. Er könne als Klimamanager - gegebenenfalls nach einer Grundberatung - Kontakt zu Energieberatern vermitteln, wie sie etwa die Verbraucherzentrale stellt. Das gilt auch für Wirtschaftsbetriebe, wo sich mit der Nutzung von Abwärme, der Umstellung auf andere Energiequellen - etwa Wärmenetze - und dem effizienten Einsatz von Ressourcen zugleich Geld sparen lasse.  

Effekte verspricht sich Rosenthal auch bei anderen Aspekten der Öffentlichkeitsarbeit. "Es fängt damit an, Bürger aufzuklären, wie man mit einfachen Mitteln Ressourcen sparen kann", sagt er. Zum Beispiel durch Reduzierung des Wasserverbrauchs, Stoß- statt Dauerlüften und den Einsatz weniger stromfressender Haushaltsgeräte. Schulen seien ein wichtiger Baustein zur Bewusstseinsbildung: Mit speziellen Aktionen lassen sich nicht nur die Schüler selbst zum Energiesparen motivieren, sondern indirekt auch die Eltern.

Neben der energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude gehören zu Rosenthals Aufgaben die Fortentwicklung eines städtischen Energiemanagements, Akzente bei Bauleitplanungen  - etwa durch Passivhaus-Vergaben - und Projekten wie der Erneuerung eines Fernwärmenetzes, dessen Förderung zurzeit für Laatzen-Mitte im Gespräch ist. Potenzial hat auch das Thema Elektromobilität, wo es noch an einer Ladeinfrastruktur fehle. Beispiele wie die des ADAC in Rethen, wo es eine kostenlose Stromtankstelle gebe, seien selten.

Für Fragen zum Thema Klimaschutz ist Rosenthal unter Telefon (0511) 8205-6720 sowie per Email an bernd.rosenthal@laatzen.de erreichbar.

Von Johannes Dorndorf

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