Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Zoff um Schulsanierung in Laatzen-Mitte

Laatzen-Mitte Zoff um Schulsanierung in Laatzen-Mitte

Lange herrschte Konsens zwischen Laatzens Ratspolitikern und Bürgermeister Jürgen Köhne. Jetzt klagt die SPD-geführte Mehrheitsgruppe über mangelnde Transparenz bei der Sanierung des Erich-Kästner-Schulzentrums. Der Vorwurf: Die Verwaltung degradiere die Politik zu "Abnickern".

Voriger Artikel
Brückenkonstruktion muss angepasst werden
Nächster Artikel
Theater wird zur einschüchternden Erfahrung

Die Stadt lässt derzeit die Decke im Forum des Erich-Kästner-Schulzentrums erneuern.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Rechnet sich beim Erich-Kästner-Schulzentrum (EKS) eher ein Neubau oder eine Sanierung? Seit 2013 trägt die Laatzener Verwaltung die Frage vor sich her. Ein Ergebnis liegt auch heute noch nicht vor, obwohl insbesondere die Laatzener SPD immer wieder eine sogenannte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung eingefordert hatte.

Bei der Sitzung des Schulausschusses am Dienstagabend riss den Sozialdemokraten der Geduldsfaden: "Die Politik bleibt außen vor", beklagte SPD-Ratsfrau Marion Bode-Pletsch den Status Quo. Statt den Entscheidungsträgern im Rat der Stadt endlich Daten und Fakten für einen politischen Beschluss zu liefern, habe die Verwaltung jetzt einen Fahrplan vorgelegt, der ausschließlich die Sanierungsvariante vorsieht. Parallel würden mit den fortlaufenden Teilsanierungen etwa im EKS Fakten geschaffen, die einen Neubau verhindern. "Sind wir denn nur Abnicker?", fragte Bode-Pletsch.

Der Erste Stadtrat Albrecht Dürr räumte ein, dass die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für das EKG andauere, weil die Schulentwicklungsplan noch nicht fertig sei - die Verwaltung arbeite daran. Die fertige Untersuchung werde im November, möglicherweise erst im Dezember fertig. Bürgermeister Köhne (CDU) appellierte, nach vorne zu blicken. Der Sanierungsstau im Hochbau hänge auch mit früheren Personalengpässen zusammen.

Unterdessen ist ein Neubau des EKS offenbar vom Tisch. "Ich kenne in Laatzen kein geeignetes Gelände, auf dem ein Neubau stattfinden könnte", sagte Köhne. Dürr ergänzte, dass die Verwaltung inzwischen kleinteilig vorgehe und bei jedem Gebäudeteil einzeln schaue, ob eine Sanierung oder Abriss die bessere Lösung wäre. "Es will ja niemand die neue Mensa am EKG abreißen." Für CDU und FDP kommt ein Komplett-Neubau gar nicht infrage. "Ich finde es fatal, das Thema Neubau jetzt auf den Tisch zu bringen", kritisierte CDU-Ratsfrau Gundhild Fiedler-Dreyer den SPD-Vorstoß.

Unterdessen mahnte Elternvertreterin Annett Kiesel zu mehr Tempo: Die Erich-Kästner-Oberschule musste bereits fünf Klassen in die Förderschule auslagern, das Gymnasium wachse ebenfalls stark - und auch bei den Grundschulen Gleidingen und Im Langen Feld werde es eng. "Ich frage mich, ob in Laatzen nicht eine komplette Schule fehlt."

Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass die EKS-Sanierung im Sommer 2017 im C-Trakt beginnt und mindestens bis 2021 dauert.

Von Johannes Dorndorf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6sorz8z0xaw12883ghn8
Männerchor Orpheus gibt Adventskonzert in Kirche

Fotostrecke Laatzen: Männerchor Orpheus gibt Adventskonzert in Kirche