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Laatzens Wachstum bringt mehr Schulden mit sich

Laatzen Laatzens Wachstum bringt mehr Schulden mit sich

Laatzen Bürgermeister Jürgen Köhne hat am Donnerstagabend den neuen Haushalt eingebracht. Geprägt werde das Jahr 2017 von Investitionen in Schulen, Kitas und Feuerwehr, mehr Personal - und mehr Schulden. Die Entwicklung hänge auch mit dem massiven Einwohnerzuwachs zusammen, betonte Köhne.

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Das Defizit im Etatentwurf für 2017 liegt bei 11,1 Millionen Euro.

Quelle: Marcus Brandt

Laatzen. "Laatzen wird im Moment geprägt von der Entwicklung einer wachsenden Stadt", sagte Köhne bei seiner Haushaltsrede am Donnerstagabend. Pro Quartal würden etwa 250 Menschen herziehen - ein Ergebnis des Trends hin zu den Ballungsräumen, aber auch des Flüchtlingszuzugs. "Wir sind die am zweitstärksten wachsende Stadt in der Region - nach der Landeshauptstadt", sagt Köhne.

Im Ergebnis lasse dies auch die Zahl der Schüler und Kita-Kinder erheblich steigen. "Bei den Kita-Zahlen liegen wir um 200 über der Prognose", sagt Köhne - und entsprechend viele Ressourcen müsse die Stadt schaffen.

Und das kostet. Der Etat für 2017 sieht Investitionen in Höhe von 15,3 Millionen Euro vor - mehr gab die Stadt in den vergangenen zehn Jahren nur im Jahr 2016 aus. Auf der Liste stehen unter anderem die Grundsanierung des Erich-Kästner-Schulzentrums (3,5 Millionen Euro) und der dortigen Sporthalle (2,1 Millionen Euro), Raummodule für Klassen am EKS (1,4 Millionen), eine neue Feuerwache für Rethen und Gleidingen (1,2) und Wohnungen für Flüchtlinge (1 Million).

Mit den Aufgaben wächst auch das Personal: 26 neue Stellen will Köhne im kommenden Jahr schaffen - die Gesamtzahl stiege damit auf 698. Die Hälfte davon entfällt auf den Kinder-, Jugend- und Sozialbereich, aber auch die allgemeinen Verwaltung wächst mit elf zusätzlichen Stellen deutlich. Ein Gutes hat der Einwohnerzuwachs immerhin: Bei der Einkommenssteuer legt die Stadt 2017 um 900.000 auf 16,9 Millionen Euro zu.

Unterm Strich liegt das Volumen des 2017er-Ergebnishaushalts bei 109,8 Millionen Euro - ein Rekordwert. Aus eigener Tasche bezahlen kann dies die Stadt nicht: Das Defizit liegt bei 11,1 Millionen, die Neuverschuldung bei 5,9 Millionen Euro. Köhne rief die Ratspolitiker denn auch bei ihren anstehenden Beratungen zu "äußerster Haushaltsdisziplin" und zum Verzicht auf zusätzliche freiwillige Ausgaben auf. Von der Region erwartet Laatzens Bürgermeister eine Senkung der Umlage und vom Land mehr Geld für die Städte und Gemeinden: "Wir werden das auf Dauer nicht leisten können. Die Finanzausstattung der Kommunen muss verbessert werden."

In den nächsten Monaten wird der Rat der Stadt über den Etat beraten. Eine Entscheidung ist für März 2017 vorgesehen.

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Bürgermeister Jürgen Köhne stellt vor den Mitgliedern des Rates die Zahlen für das Haushaltsjahr 2017 vor.

Quelle: Dorndorf
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