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Land fördert Radschnellwege - auch für Laatzen?

Laatzen Land fördert Radschnellwege - auch für Laatzen?

Die Pläne für einen Radschnellweg zwischen Laatzen und Hannover liegen derzeit auf Eis, könnten aber bald neu belebt werden: Die Landesregierung will solche Projekte in den nächsten zwei Jahren mit mehr als 12 Millionen Euro fördern. Dafür müssten Stadt und Region allerdings eine geeignete Trasse finden.

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Die Landesregierung will den Planung und den Ausbau von Radschnellwegen stärker fördern. Auch Laatzen könnte davon profitieren.

Quelle: Swen Pförtner

Laatzen. Auf eine Summe von 12,35 Millionen Euro hätten sich SPD und Grüne im Rahmen der Haushaltsverhandlungen geeinigt, gab jetzt die hannoversche Grünen-Landtagsabgeordnete Maaret Westphely bekannt. Die Kommunen könnten das Geld für Planung, Grunderwerb und dem Ausbau von Radschnellwegen verwenden. Verteilt werde die Summe zu gleichen Teilen auf die Jahre 2017 und 2018.

Für Laatzen könnte dies eine Idee wiederbeleben, die zwischenzeitlich schon beerdigt schien. Im Rahmen einer Voruntersuchung hatte die Region Hannover vor einigen Jahren bereits drei mögliche Trassen ausgemacht, die von Hannover jeweils in die Städte Garbsen, Lehrte und Laatzen führen. Gescheitert war insbesondere die Laatzener Strecke jedoch an den Schwierigkeiten der Trassenführung: Gegen die Leinemasch sprachen Naturschutzbelange und Konflikte mit Fußgängern, gegen die entlang der Hildesheimer Straße Platzprobleme. In Lehrte hingegen scheiterte das Projekt zuletzt an finanziellen Vorbehalten - die Kommune will das Geld lieber in den Ausbau des bestehenden Netzes stecken.

Mit der neuen Förderung werden zumindest die finanziellen Hürden gesenkt: Nach Auskunft Westphelys würden die Projekte mit bis zu 75 Prozent gefördert - den Rest müssten die Kommune und/oder die Region tragen. "Die Region Hannover war mit der Entwicklung der grundlegenden Idee und der groben Vorplanung von Radschnellwegen bundesweit an der Spitze. Diese Vorreiterrolle haben wir eingebüßt. Das muss sich jetzt durch zügige und mutige Datailplanungen ändern", findet die Grünen-Politikerin.

Im Laatzener Rathaus wird die Förderung grundsätzlich begrüßt - so wie "alle möglichen Verbesserungen in der Radwegeinfrastruktur", wie Stadtsprecher Matthias Brinkmann erläutert. "Die in Aussicht gestellte Förderung ist sicher ein Grund, mit der Region mal wieder über das Thema ins Gespräch zu kommen."

Die Regionsverwaltung sieht Laatzen bei der Umsetzung eher in zweiter Reihe. "Wir würden uns vorzugsweise um Pionierabschnitte kümmern, die ohne größere Schwierigkeiten zu realisieren sind", sagt Regionssprecher Klaus Abelmann in Anspielung auf die Strecken nach Lehrte und Garbsen. Zuletzt hatte die Stadt Hannover grünes Licht für den Ausbau der Schnellwege auf ihrem Gebiet gegeben.

Die Grasdorfer Grünen-Landtagsabgeordnete Regina Asendorf setzt unterdessen darauf, dass Stadt und Region das Projekt mindestens planerisch weiter verfolgen. Dies sei bei einer gemeinsamen Radtour entlang der Trasse, an der neben Grünen-Politikern auch ein Vertreter der Region sowie Naturschützer teilgenommen haben, zugesagt worden.

Radschnellwege: Breite Trassen, wenige Ampeln

Mit Radschnellwegen wollen Verkehrsplaner den Anteil des Radverkehrs steigern. Die idealerweise zehn bis 20 Kilometer langen Strecken verbinden Zentren und ihr Umland. Ziel ist es, ein Reisetempo von 30 Kilometern pro Stunde zu ermöglichen - mit vier Meter breiten Trassen, möglichst wenigen Ampelwartezeiten, Vorfahrt bei Querungen, Beleuchtung sowie Reinigung und Winterdienst. Für die Strecke Laatzen-Hannover haben Gutachter Kosten von 2,8 Millionen Euro ermittelt. Die Summe hängt von der tatsächlichen Trassenführung ab.

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