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Stadt geht bei Schulsozialarbeit leer aus

Laatzen Stadt geht bei Schulsozialarbeit leer aus

Angesichts der steigenden Zahl an Flüchtlingen sollen die Schulen mehr Sozialarbeiter bekommen. Das Land will dafür in diesem Jahr 267 Stellen schaffen. Bislang geht die Stadt Laatzen jedoch leer aus.

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Bei der Zuweisung von Sozialarbeiterstellen für Laatzens Schulen geht die Stadt bislang leer aus.

Quelle: Michael Wallmueller

Laatzen. Seit Monaten diskutieren Laatzens Politiker darüber, dass die Schulen dringend mehr Unterstützung durch Sozialarbeiter benötigen. Die wachsende Zahl geflüchteter Kinder hat die Situation noch einmal verschärft. Das Kultusministerium hat deshalb im Dezember angekündigt, landesweit 267 Schulsozialarbeiter einzustellen.

Im ersten Schritt wurden jedoch lediglich 100 Stellen ausgeschrieben. Nachdem die Bewerbungsfrist gerade verstrichen ist, sollen sie in Kürze besetzt werden - so hatte es Kultusministerin Frauke Heiligenstadt im Vorfeld angekündigt. Laatzen wird davon jedoch nicht profitieren: Keine der städtischen Schulen ist auf der Liste des Landes. Innerhalb der Region Hannover wurden stattdessen in Burgdorf, Lehrte, Garbsen, Seelze und Langenhagen je eine Stelle sowie in Hannover fünf Stellen ausgeschrieben.

Im Laatzener Kinder- und Jugendhilfeausschuss stieß das jetzt auf Kritik. "Die notwendigen Schulsozialarbeiter sind nicht in ausreichender Zahl ausgeschrieben worden", findet Gundhild Fiedler-Dreyer (CDU). Sie hält das Programm der rot-grünen Landesregierung gar für "heiße Luft".

Nach Angaben des Landes werde bei der Verteilung die konkrete Zahl der Flüchtlingskinder vor Ort berücksichtigt. In Laatzen wären dies demnach weniger als in anderen Kommunen. Wann die übrigen 167 Sozialarbeiter eingestellt werden sollen, ist bislang unbekannt.

Unterdessen hat die Stadt damit begonnen, ihrerseits den Schulen verstärkt unter die Arme zu greifen. Nach Angaben der Verwaltung werden teils Stellen aufgestockt, teils von den Jugendtreffs an die Schulen verfrachtet. Unter anderem profitiere davon die Erich-Kästner-Oberschule, wo der städtische Sozialarbeiter Lars Bergmann seit Monatsbeginn offiziell mit einer halben Stelle tätig sei.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann hatte vor kurzem bei einem Besuch der Oberschule angekündigt, das Land wolle schulische Schulsozialarbeit stärken. "Die Neukonzeptionierung und Zuständigkeitsregelung steht kurz vor dem Abschluss", berichtete die Sozialdemokratin. Noch nicht geklärt sei die Finanzierung, das Kultusministerium führe Gespräche mit den kommunalen Spitzenverbänden. 

Von Johannes Dorndorf

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