Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Behörden reagieren auf Kritik aus der Grundschule

Laatzen-Mitte Behörden reagieren auf Kritik aus der Grundschule

Vier Monate nach Bekanntwerden einer Vielzahl von Überlastungsanzeigen aus dem Kollegium der Grundschule Im Langen Feld bei der Landesschulbehörde und einem sogenannten Brandbrief an die Stadt Laatzen hat sich die Lage offenbar entspannt. Nach mehreren Gesprächen äußern sich die Beteiligten positiv.

Voriger Artikel
"Großer Wurf" - Geschäftsstelle begeistert
Nächster Artikel
Die Erich-Panitz-Straße hat eine neue Decke

Die Grundschule Im Langen Feld in Laatzen.

Quelle: Köhler (Archiv)

Laatzen-Mitte. Die Grundschule Im Langen Feld sei der Statistik nach mit Lehrerstunden "gut versorgt", erklärte die Sprecherin der Landesschulbehörde Bianca Schöneich auf Nachfrage dieser Zeitung. Auch gebe es dort mit zuletzt rechnerisch 18,3 Kindern relativ kleine Klassen. "Nichtsdestotrotz scheint die gefühlte Belastung der Lehrkräfte hoch zu sein, deshalb gab es ja auch die Überlastungsanzeigen", so die Sprecherin. "Wir nehmen das ernst."

Bereits im Februar habe es ein Gespräch der Landesschulbehörde mit der Grundschule gegeben. Der zuständige Dezernent habe dem Kollegium verschiedene Entlastungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote aufgezeigt. "Die  Schule kann sich unterstützten lassen durch unsere Fachberater für Inklusion", so Schöneich. Im Herbst, als die Belastungen des Kollegiums bekannt wurden, sei dies noch nicht wahrgenommen worden. Zudem habe die Arbeitspsychologie Unterstützung angeboten und eine Sprachbildungskoordinatorin die Schule beraten.

Knackpunkt für die Belastungen im Kollegium waren vor allem die Rahmenbedingungen, die als drastisch empfundene Personal- und Raumnot bei der gemeinsamen Beschulung auch von stark förderbedürftigen Kindern. "Natürlich ist die Inklusion für den Großteil der Schulen eine große Herausforderung", sagte die Behördensprecherin. Wenn eine Schule den Eindruck habe, dies sei allein nicht machbar, gebe es vielfältige Hilfe.

Neben der für das Personal zuständigen Landesschulbehörde hatte das Kollegium seinerzeit auch den für das Gebäude zuständigen Schulträger angeschrieben. In dem Brief an die Stadt Laatzen wurden zahlreiche Mängel, von der defekten Pausengonganlage über mangelhafte Schulreinigung bis zu fehlenden Räumen für den Differenzierungsunterricht aufgelistet. Auch wegen der baulichen Mängel gab es Gespräche.

Stadt- und Schulvertreter sprachen anschließend übereinstimmend von vertrauensvollen, offenen Gesprächen. Speziell von Seiten des Bürgermeisters Jürgen Köhne fühle sich die Schule mit ihrer Kritik nun gehört und ernst genommen, heißt es aus Kreisen des Kollegiums.

Auch Schulleiter Wilhelm Cornelius ist zufrieden. So seien Termine zum weiteren Vorgehen gesetzt worden und über bauliche Maßnahmen gesprochen worden. Die Brandschutzsanierung sei für 2018 vorgesehen. Im Zuge dessen würden die Toiletten saniert und eine Behindertentoilette eingerichtet, die dann benötigt wird. Auch für die Reparatur der auf dem Pausenhof kaum zu hörenden alten Gonganlage setzte sich die Stadt ein. Nach mehreren Terminen einer Fachfirma funktioniert dieser nun im akzeptablen Maße.

Das Raumproble sei zwar nicht sofort zu lösen, werde sich aber entspanne in absehbarer Zeit entspannen, hieß es in den Gesprächen. In etwa einem Jahr solle der Kindergarten aus dem Schulgebäude aus- und in einen neuen Standort umziehen. Zuletzt wurde auch ein Werkraum zum Klassenraum umfunktionierrt, um nach dem Sommer Platz für den dann vierzügigen ersten Jahrgang zu haben.

Wie Stadtsprecher Matthias Brinkmann weiter ergänzt, habe die Stadt nach der Kritik an der Reinigungsleistungen mit der zuständigen Firma gesprochen. "Der außerordentliche Kontroll-Intervall der Stadtverwaltung an dieser Schule trägt Früchte." Dem Problem der fehlenden Lehrerparkplätze begegnet die Stadt mit verstärkten morgendlichen Kontrollen. 

"Das Thema mit der Stadt ist mehr oder minder geklärt", sagte Schulleiter Cornelius. Das weitere Vorgehen bei der baulichen Unterhaltung sei in Ordnung: "Damit können wir leben."

Von Astrid Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x738tdj99j109xlm4bj
Firmen präsentieren sich im Leine-Center

Fotostrecke Laatzen: Firmen präsentieren sich im Leine-Center