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Leuchtenhersteller Hellux will wachsen

Laatzen-Mitte Leuchtenhersteller Hellux will wachsen

Die Zeit der Unsicherheit ist vorbei: Nach der überwundenen Insolvenz hat der Laatzener Leuchtenhersteller Hellux begonnen, die in Laatzen zusammengeführten Arbeitsplätze einzurichten und sein Geschäft unter neuem Namen auszubauen. Wachstumspotenzial sieht der Geschäftsführer vor allem bei Innenleuchten.

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Die Zahl der Mitarbeiter in Laatzen ist nach der Insolvenz gewachsen.

Quelle: Dorndorf

Laatzen. „Wir haben sehr viel vor am Standort“, sagt Mathias Schmidt, Geschäftsführer von Hellux International. Unter diesem Namen firmiert das Laatzener Unternehmen seit Abwendung der Insolvenz und der Übernahme durch den Hamburger Mischkonzern Wünsche Group im Mai. Dass sich derzeit viel ändert, ist im Betrieb unübersehbar. In den vergangenen Wochen liefern Lastwagen fast täglich Möbel, Waren und das übrige Firmeninventar des aufgelösten Standorts im ostwestfälischen Herzebrock an. Der Bürotrakt - der Bereich war vor Jahren aus Laatzen ausgelagert worden - ist noch spärlich eingerichtet, Umzugskisten lagern auf dem Boden neben dem Konferenztisch. In der großen Werkshalle stapeln sich Lagerbestände rund um die Montagearbeitsplätze.

Bei Hellux herrscht Aufbruchsstimmung. Die Zahl der Arbeitsplätze in Laatzen wurde von rund 50 auf 85 aufgestockt. Denn die Marke steht künftig nicht nur für Außen-, sondern auch für Innenbeleuchtung. Bislang wurde Letztere im Schwesterunternehmen Lite Lighting in Herzebrock hergestellt, mit der Verlagerung nach Laatzen geht auch die bisherige Marke Litelicht in der Marke Hellux auf. „Es geht darum, Komplexität rauszunehmen“, sagt Schmidt. Das Zusammengehen von Außen- und Innenbeleuchtung entspricht für den 50-Jährigen den Bedürfnissen der Kunden. Wer eine neue Logistikhalle baue, brauche schließlich nicht nur im Inneren Leuchten. „Dafür brauche ich keine Zwei-Marken-Strategie.“

Zu den Kunden von Hellux gehören bekannte Namen. Für den Discounter Aldi Nord hat das Unternehmen einen neuen Strahler entwickelt, um in Hunderten Märkten Frischeabteilungen besser auszuleuchten. Ein Großkunde ist die Bahn, die Hellux auch während der Insolvenz die Treue hielt, wie Schmidt zufrieden anmerkt.

Um das Unternehmen dauerhaft in die schwarzen Zahlen zu führen, setzt Schmidt auf Wachstum - vor allem bei Innenleuchten. „Der Markt ist sehr viel größer als bei Außenleuchten“, sagt er. Die großen Einzelhandelsketten stellten derzeit auf LED-Technik um. Da die weniger Strom verbraucht, amortisierten sich die Investitionen teils schon nach einem Jahr. Weitere Schwerpunkte seien Industrie- und Logistikhallen, auch Lichtbänder mit speziellen optischen Elementen seien nachgefragt.

Bei der Außenbeleuchtung geht der Trend zugleich immer stärker in den Bereich des dekorativen Lichts: „Es gibt in Deutschland den Trend, dass viele Gemeinden ihre Stadtzentren aufhübschen wollen“, sagt Schmidt. Als Mittelständler sei das Unternehmen in der Lage, individuelle Konzepte anzubieten - etwa in Farbe und Ausrichtung der Leuchten. Vielleicht lässt sich dies bald auch in Laatzen besichtigen, wenngleich konkrete Projekte derzeit laut Stadtverwaltung nicht geplant seien.

Stadt setzt bei LED-Beleuchtung auf Hellux

Hellux sorgt auch in Laatzen für (Straßen-)Licht: Die Stadt hat in der Vergangenheit etliche Aufträge an den heimischen Leuchtenhersteller vergeben. Zu besichtigen ist dies unter anderem auf dem Leineplatz, an der Marktstraße, am Marktteich und an den Laatzen-Arkaden, die allesamt von Hellux ausgestattet wurden. Vor allem bei der LED-Technologie setzt die Stadt auf das Laatzener Unternehmen. „Ein Großteil der aufgestellten LED-Leuchten stammt von Hellux“, sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Dies entspreche etwa einem Zehntel der Gesamtzahl von 3800 Laternen. Im Jahr 2013 wurde eine kurze LED-Teststrecke am Delmweg in Ingeln-Oesselse eingerichtet. Dort kann besichtigt werden, wie diese Art der Beleuchtung im Vergleich zum klassischen Laternenlicht aussieht.

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