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Lyriker zeigt Schülern kreatives Schreiben

Laatzen-Mitte Lyriker zeigt Schülern kreatives Schreiben

Rund ein Dutzend Elftklässler der Albert-Einstein-Schule konnten zwei Tage lang mit dem Lyriker Nevfel Cumart üben, eigene Texte zu schreiben. Der Deutschkurs von Lehrerin Sabrina Pach gehört zu den 20 Schülergruppen, die landesweit für das Projekt "Autoren in der Schule" ausgewählt wurden.

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Schriftsteller Nevfel Cumart gibt der 16-jährigen Kristina Tipps.

Quelle: Stephanie Zerm

Laatzen-Mitte. "Schreiben ist sehr komplex - man braucht Zeit, Ausdauer und Disziplin", erklärte Nevfel Cumart den Schülern. Lediglich zehn Prozent seien dabei Inspiration - die restlichen 90 Transpiration. Steven King etwa schreibe jeden Tag sieben Stunden hinter verschlossenen Türen.

Die Schreibwerkstatt mit dem mehrfach ausgezeichneten Bamberger Autor sollte bei den 16- bis 18-Jährigen die Freude am Schreiben wecken und ihre kreativen Fähigkeiten fördern. Dazu sollten sie unter anderem zu verschiedenen Fragestellungen ihre Gefühle beschreiben, eigene Bilder finden und auf ihre innere Stimme hören. Rechtschreibung und Perfektion waren dabei Nebensache. "Es geht hier nicht darum, Texte für den Nobelpreis zu schreiben, sondern vielmehr das eigene Können zu stärken", sagte Nevfel Cumart.

"Der Aspekt des kreativen Schreibens ist in der Oberstufe unterrepräsentiert", sagt Lehrerin Sabrina Pach, die sich mit ihrem Deutschkurs für das Projekt des Friedrich-Bödecker-Kreises und der VGH-Stiftung beworben hatte. "Man lernt das kreative Schreiben nur, wenn man es ausprobiert - und zu Hause kommt kaum jemand auf die Idee dazu."

Ein Gedicht von Bertold Brecht sollte die Schüler dazu inspirieren, sich selber an Lyrik heranzutrauen. "Danach fand ich es gar nicht mehr so schwierig, selbst ein Gedicht zu schreiben", sagte die 16-jährige Merle. Damit die Schüler sich frei entfalten konnten, wurde Lehrerin Sabrina Pach sogar des öfteren vor die Tür geschickt.

Lediglich zwei der mehr als zehn Schüler hatten vorab bereits eigene kurze Texte und Gedichte geschrieben. Dafür waren die Resultate, die die Schüler am Donnerstag vorlasen, um so beeindruckender.

"Was ist schlimm?" lautete eine der Fragestellungen, zu der die Oberstufenschüler zunächst ihre Gedanken in Clusterform skizzieren und danach kurze eigene Texte verfassen sollten - mit teilweise überraschenden Resultaten. "Am schlimmsten ist, wenn wir wegen all dem Schlimmen das Gute nicht mehr sehen", schrieb zum Beispiel die 16-jährige Lena.

Bei den Schülern kam der Workshop mit Nevfel Cumart gut an. "Es war toll, dass wir in unserem eigenen Tempo arbeiten konnten und keinen Zeitdruck wie in der Schule hatten", sagte die 18-jährige Lena. Und Wiki (17) erklärte: "Ich habe zwar davor auch schon mal Geschichten und Gedichte geschrieben, aber jetzt habe ich auch eine gute Methode dafür kennengelernt."

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Von Stephanie Zerm

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