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Lehrer aus dem ganzen Land treffen sich

Laatzen-Mitte Lehrer aus dem ganzen Land treffen sich

Wie erklärt man Flüchtlingskindern, die kein Deutsch sprechen, abstrakte Begriffe wie Osmose, den Satz des Pythagoras oder das Rückstoßprinzip? Mit diesen Fragen haben sich am Dienstag und Mittwoch Lehrer von MINT-Schulen aus ganz Niedersachsen in der Albert-Einstein-Schule (AES) Laatzen beschäftigt.

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Die Lehrer erhalten zahlreiche Arbeitsmaterialien, um besser auf Schüler mit keinen oder sehr geringen Deutschkenntnissen eingehen zu können.

Quelle: Stephanie Zerm

Laatzen-Mitte. Immer öfter werden Lehrer im Unterricht mit Schülern konfrontiert, deren Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen, um dem jeweiligen Fachunterricht zu folgen. Dabei scheinen es Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – also die sogenannten MINT-Fächer – zunächst leichter zu haben, als sprachlastige Fächer wie Deutsch oder Geschichte. Doch auch in diesen Fächern stehen Lehrer oft vor Herausforderungen: etwa wenn sie Schülern, die kein Deutsch verstehen, erklären müssen, was eine Primzahl oder die Erdanziehungskraft ist.

Beim Treffen des Exzellenznetzwerkes "MINT-Schule Niedersachsen" haben sich Lehrer zwei Tage lang an der AES mit diesem Thema beschäftigt.

Zuzana Münch-Manková von der Universität Göttingen zeigte dabei Möglichkeiten für einen sprachsensiblen MINT-Unterricht auf, betonte aber auch: "Fertige Konzepte gibt es nicht." Unter dem Motto "Umbrüche gestalten" beschäftigten sich neun Universitäten in Niedersachsen mit dem Thema. "Dabei prüfen sie unter anderem, wie Arbeitsblätter modifiziert werden können, damit sie auch für Flüchtlingskinder oder Analphabeten verständlich sind", erklärte Münch-Manková. Möglich sei unter anderem das Arbeiten mit Bildern, Zeichen und Assoziationen sowie mit mehr beschreibenden Wörtern.

Bei den Lehrern kamen die Tipps gut an. "Wir haben immer öfter Schüler mit erst geringen Deutschkenntnissen", erklärte Ulrich Schmidt-Wöckener, der an der AES Technik und Musik unterrichtet, und mit seiner Kollegin Ursula Mentel an dem Treffen teilnahm. Als Fachlehrer sei es daher sehr hilfreich, Methoden kennenzulernen, wie abstrakte Fachbegriffe der Physik, Chemie oder Informatik veranschaulicht werden könnten.

Insgesamt haben 26 Lehrer der MINT-Schulen in Niedersachsen an dem Treffen teilgenommen. Nur 13 Schulen dürfen diesen Titel tragen und werden alle zwei Jahre geprüft, ob sie weiterhin die Anforderungen erfüllen. Die AES Laatzen gehört zu den Gründungsmitgliedern und ist seit 2012 dabei. Ins Leben gerufen wurde das Netzwerk von den Stiftungen Niedersachsen Metall, Nordmetall, VME Osnabrück-Emsland und dem Niedersächsischen Kultusministerium.

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Von Stephanie Zerm

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