Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
14-Jähriger gewinnt Preis bei Jugend forscht

Laatzen-Mitte 14-Jähriger gewinnt Preis bei Jugend forscht

Zuerst wollte er nur etwas gegen das Sterben der Fische im Bolsina-See in Italien unternehmen. Dazu fing der 14-jährige Mattia Fienga an zu forschen. Am Sonnabend hat der EKG-Schüler für seine Ergebnisse einen zweiten Preis im Fachgebiet Biologie beim Landeswettbewerb von Jugend forscht gewonnen.

Voriger Artikel
SPD sieht Potenzial für Wohnungsbau im Zentrum
Nächster Artikel
Singfreudige können zum Projektchor kommen

Mattia Fienga (14) vom Erich-Kästner-Gymnasium hat beim Landeswettbewerb von Jugend forscht in Oldenburg den zweiten Preis im Fachgebiet Biologie gewonnen.Laatzener gewinnt zweiten Preis bei Jugend forscht

Quelle: privat

Laatzen-Mitte. Mit seinem Versuchsaufbau hat der 14-Jährige an der Verbesserung der Wasserqualität von Seen und Flüssen gearbeitet. Das Problem: Durch den übermäßigen Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft lagern sich Stickstoff, Nitrat und Phosphor in Flüssen und Seen ab. Diese begünstigen das Wachstum von Algen, so dass der Sauerstoff in den Gewässern immer knapper wird. Dies führt zum Sterben von Fischen.

"Diese sogenannte Eutrophierung ist vor allem in der Ostsee und im Mittelmeer ein Problem", erklärt Biologielehrerin Hendrika van Waveren, die das Projekt von Mattia Fienga betreut hat. Auch im Maschsee in Hannover sei es in heißen Sommern deswegen schon zum Fischsterben gekommen.

Bereits vor zwei Jahren hatte der Neuntklässler, der für ein Jahr als Gastschüler aus dem italienischen Genua am Laatzener Erich-Kästner-Gymnasium ist, angefangen nach einer natürlichen Möglichkeit zur Verbesserung der Wasserqualität zu suchen. Dazu hat er mehrere Pflanzen auf ihre Reinigungsfunktion getestet. Fündig wurde er schließlich bei der kleinen Wasserlinse, die den Phosphatanteil im Wasser deutlich senkt. Um Gewässer zu reinigen, müssten an Flüssen neue Seen mit Wasserlinsen angelegt werden, die das Wasser säubern, bevor es ins Meer gelangt.

"Das Projekt ist an kleineren Flüssen durchaus umsetzbar", glaubt van Waveren, die sich über den zweiten Platz ihres Schützlings freut. Insgesamt wurden beim Landeswettbewerb "Jugend forscht - Schüler experimentieren" in Oldenburg 39 Projekte vorgestellt, im Fachbereich Biologie waren es sechs. "Die Projekte waren alle sehr gut und interessant", berichtet van Waveren, die Mattia am Sonnabend zur Preisverleihung begleitet hatte. "Daher habe ich mich umso mehr gefreut, dass Mattia den zweiten Preis gewonnen hat."

Für die Zeit nach seinem Gastjahr am EKG hat der 14-Jährige bereits Pläne. Dann will er sich für ein Stipendium in den USA bewerben.

Von Stephanie Zerm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6wsqtdm7pts1bgrwhdf
Kulturring erhält Geld von Straßenfest anno 1989

Fotostrecke Laatzen: Kulturring erhält Geld von Straßenfest anno 1989