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Ausstellung: Arzt verkauft Fotos für guten Zweck

Laatzen-Mitte Ausstellung: Arzt verkauft Fotos für guten Zweck

Eine besondere Ausstellung bietet zurzeit die Deutschen Rentenversicherung in Laatzen. Der Arzt und Hobbyfotograf Ulrich Müller-Rhein zeigt dort mit einer Mittelformatkamera festgehaltene Landschaftsaufnahmen und verkauft diese zugunsten eines Fördervereins für Frühgeborene bei der MHH Kinderklinik.

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Der Allgemeinmediziner aus Hannover Dr. Ulrich Müller-Rhein stellt noch bis zum 22. Dezember seine Fotoarbeiten bei der Deutschen Rentenversicherung aus. Den Verkaufserlös will er dem Förderverein für frühgeborene Kinder Hannover "FRÜHerLEBEN" bei der Kinderklinik der MHH spenden.

Quelle: Astrid Froböse (DRV)

Laatzen-Mitte. Farben und Formen haben es dem Hobbyfotografen besonders angetan. Sie prägen und steuern seine Motivsuche – auch und gerade bei seinen seit vielen Jahren regelmäßigen Besuchen im "Lieblingsreiseland Dänemark": Bauernhäuser, Schiffsdetails, Hafenszenen und immer wieder die raue nordischen Landschaft sind so bei der Ausstellung "Nordic Impressions" zu finden.

Mit seinen beiden 1980er-Jahre Rolleiflex Mittelformatkameras – einer 6008 und einer Hy6 – arbeitet Müller-Rhein noch rein analog. Das bedeutet keineswegs, dass er Digitaltechniken ablehnt. Vielmehr nutzt er letztere, um seine Analogbilder am später am Computer künstlerisch weiter zu bearbeiten. "Parabolantennen an Häusern oder auch Autos schneide ich raus", sagt der Hobbyfotograf, um zu ergänzen: "Das kommt aber nicht häufig vor."

24 Bilder im Format 50 mal 50 Zentimeter stellt der 67-Jährige, der seine Praxis in Vahrenwald weiterhin mit "Lust und Interesse und Neugier" führt, in Laatzen aus. Und nicht nur das: Er verkauft sie auch für einen guten Zweck. "Der Erlös geht zu 100 Prozent an den Förderverein für frühgeborene Kinder Hannover e.V. FRÜHerLEBEN", betont Müller-Rhein: "Ich wollte etwas für die Schwächsten der Schwachen tun." Von Kollegen wisse er, dass eine hohe ärztliche Kunst erforderlich ist, wenn Kinder mit 400 oder 500 Gramm Lebensgewicht auf die Welt kommen und über Monate auf medizinische Versorgung angewiesen sind. Der Allgemeinmediziner hat mit 27 Jahren Berufserfahrung selbst "so manchen Kampf" miterlebt und ahnt auch, was es bedeutet, wenn es für Familien mit Frühgeborenen kein glückliches Ende nimmt. Der Förderverein setzt sich für alle Frühgeborenen und ihre Familien ein und weist auch auf den internationalen Weltfrühgeborenentag hin: alljährlich am 17. November.

Die Fotos aus der Ausstellung in Laatzen kosten pro Bild 119 Euro. Gebe es Mehrfachgebote entscheide das Höchstgebot, so der Hobbyfotograf, der mit rund 1000 Euro Herstellungskosten für die 24 Bilder der Ausstellung in Vorleistung gegangen ist. Wer sich für eines der Bilder interessiert, nimmt über folgende Emailadresse Kontakt zu Ulrich Müller-Rhein auf: nordic_impressions@web.de.

Ausstellungszeiten

Die Ausstellung "Nordic Impressions" im Beratungszentrum der Deutschen Rentenversicherung an der Langen Weihe 4 in Laatzen ist noch bis zum 22. Dezember wochentags von 8 bis mindestens 13 Uhr zu sehen. Montags bis mittwochs darüber hinaus bis 15 Uhr und donnerstags sogar bis 17 Uhr.

Förderverein für frühgeborene Kinder Hannover

Der Förderverein für frühgeborene Kinder Hannover "FRÜHerLEBEN" wurde 2014 bei der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gegründet und ist auch dort angesiedelt. Die beiden Vorsitzenden sind der Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Neonatologie Dr. Clemens Behrens sowie als Stellvertreter der Fachanwalt für Sozialrecht Dr. Andreas Hüttl. Häufiges Problem bei zu früh geborenen Kindern ist, dass die Organe noch nicht voll ausgebildet sind. So ist beispielsweise die Lunge nur eingeschränkt funktionsfähig und drohen Atemnot und Sauerstoffmangel für Frühchen. "Dank der Neugeborenen-Intensivmedizin bestehen auch für viele sehr kleine Frühgeborene gute Chancen zu überleben udn sich später gesund  weiter zu entwickeln", sagt Professorin Dr. Bettina Bohnhorst, die leitende Oberärztin der MHH-Station für Früh- und Neugeborene. Die ersten Monate seien für die Familien dennoch eine belastende Zeit zwischen Hoffen und Bangen.

Der Förderverein will Familien den Aufenthalt auf der Intensivstation so angenehm wie möglich machen und bei der Eingewöhnung Zuhause helfen. Langfristig will der Verein ein mobiles Nachsorgeteam aufbauen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://früherleben.de.

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Von Astrid Köhler

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