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Hunderte Liter Diesel laufen aus Lkw-Tank aus

Rethen Hunderte Liter Diesel laufen aus Lkw-Tank aus

Aus einem Lkw-Dieseltank der Rethener Logistik-Firma GLS sind am Freitagabend große Mengen Diesel ausgetreten. Mit acht Fahrzeugen und rund 35 Helfern rückten die Ortsfeuerwehr Rethen und der Gefahrgutzug der Laatzener Feuerwehr aus. Ein Teil des Erdreichs wurde kontaminiert, in die Kanäle gelangte nichts.

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Die Feuerwehr streut die Rinne, in die sich der Diesel ergossen hat, ab. Noch am Abend wird die Kanalisation darauf untersucht, ob der Kraftstoff auch in die Kanalisation gelangt ist.

Quelle: Senft

Rethen. Um 21.29 Uhr erfolgte zunächst die Alarmierung der Ortsfeuerwehr Rethen mit den Stichworten: "Lkw-Tank aufgerissen, es läuft in die Kanalisation". Als die Einsatzkräfte bei der Firma an der Koldinger Straß eintrafen, streuten sie mit Bindemittel die Unfallstelle sowie einen Regenwasserkanal ab und stellten Mulden unter den beschädigten Tank, um den noch austretenden Diesel aufzufangen. Um 21.39 Uhr wurde dann der Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr Laatzen mit weiterem Spezialgerät alarmiert. Nachdem der Zug gegen 21.50 Uhr eingetroffen war, stellten die Helfer zunächst einen großen Faltbehälter unter den Tank und unterbrachen die Verbindung zwischen den beiden Tanks. Mit einer Umfüllpumpe entleerten sie den beschädigten rechten Tank und pumpten etwa 100 Liter Diesel in ein Fass.

Der Mitarbeiter des alarmierten MAN-Pannendienstes löste um 22.20 Uhr die Entwässerungsschraube am Tank, sofort liefen größere Mengen Kraftstoff in den Auffangbehälter. Gegen 22 Uhr trafen auch die Untere Wasserbehörde der Region sowie Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs ein: Eiligst wurden Entwässerungspläne studiert, um die eventuelle Ausbreitung des Diesel zu lokalisieren. Ein Fahrzeug der Ortsfeuerwehr Rethen kontrollierte daraufhin Gullys im Bereich der Meineckestraße und ein Rückhaltebecken. Glücklicherweise war an allen Punkten kein Diesel nachzuweisen. Allerdings war offenbar Kraftstoff durch das offenporige Hofplaster versickert: Als die Mitarbeiter des Betriebshofs um 22.45 Uhr einen Pflasterstein abhoben, fanden sie darunter mit Diesel durchtränktes Erdreich. Etliche Liter ergossen sich auch in die Rinne zur Regenwasserentwässerung. Gut 20 Quadratmeter Pflaster sind betroffen, außerdem etwa 100 Meter Entwässerungsrinne. Die Firma muss nun die Rinne von einer Spezialfirma reinigen lassen. "Bei einsetzendem Regen können diese Rückstände in das Regenwassernetz der Stadt gelangen, wir empfehlen ihnen daher die Reinigung schnellstmöglich durchzuführen", sagten die Spezialisten recht energisch. Außerdem muss die kontaminierte Pflasterfläche aufgenommen und das Erdreich darunter ausgekoffert werden.

Die Ursache des Unfalls wurde noch am Abend aufgeklärt: Als der Lastwagen über einen Metallgitterrost fuhr, der die Regenentwässerung abdeckt, bog sich dieser nach oben und beschädigte so den Tank. Gegen 23.40 Uhr waren die Kräfte der Feuerwehr wieder eingerückt.

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