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Miersch hofft auf Klimagipfel in Paris

Laatzen Miersch hofft auf Klimagipfel in Paris

Die Aufgaben des weltweiten Klimaschutzes sind aus Sicht des umweltpolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, gewaltig. Aber: „Für mich ist das Glas halb voll“, sagte er am Ende einer fast zweistündigen Diskussion bei der katholischen Männergemeinschaft St. Oliver.

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Sieht das Glas als halb voll an: Matthias Miersch diskutiert bei der Männergemeinschaft St. Oliver über Klimaschutz.

Quelle: Tobias Lehmann

Laatzen. Das Motto „Global denken, lokal handeln“ ist für Miersch bezogen auf den Klimaschutz aktueller denn je. „Alle Bürgermeister der zwölf Kommunen meines Wahlkreises haben sich auf den Weg gemacht und den Klimaschutz auf ihrer Agenda. Darauf bin ich sehr stolz, und es gibt mir auch Kraft für meine Arbeit“, sagte Miersch vor rund 30 Zuhörern im Männerkeller der Alt-Laatzener Kirche St. Mathilden.

Der Klimaschutz erfordere Aktionen auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene, meint Miersch. Er thematisierte in erster Linie den internationalen Bereich: Er erwarte, beim Klimagipfel in Paris im Dezember weiterzukommen, und hoffe auf einen Vertrag, in dem sich alle 193 UN-Mitgliedsstaaten verpflichten, Vorschläge zur Reduzierung der Erderwärmung zu machen. Anschließend müsse ein Weg gefunden werden, die Staaten zur Einhaltung der Vorschläge zu verpflichten.

Für Miersch ist es bereits jetzt ein Erfolg, dass nahezu weltweit ein Diskurs entstanden ist und der Klimaschutz im Bewusstsein der Regierungen angekommen ist. Darunter seien auch die USA und China. „Bisher zwei Staaten, die sich nicht unbedingt um völkerrechtliche Vereinbarungen gekümmert haben“, sagte Miersch. Allgemeines Ziel sei es, die Erderwärmung auf zwei Grad seit dem Beginn der Industrialisierung um 1850 zu begrenzen. Dafür müsse die CO2-Emission gesenkt werden. Zentrale Fragen seien die der Energiepolitik, des Naturschutzes und der künftigen Mobilität.

Die Reaktionen der Gäste waren ganz unterschiedlich. Während einer fragte, ob es überhaupt noch Hoffnung gebe, hielt ein anderer die Diskussion um den Klimaschutz für Hysterie. Miersch sagte, dass er vorsichtig optimistisch sei, auch wenn das gemeinsame Ziel vermutlich erst in Jahrzehnten erreicht werde. Bezogen auf die Frage nach der Hysterie betonte Miersch, dass er den Königsweg nicht kenne. „Fakt ist jedoch, dass wir die Grenzen des Planeten anerkennen müssen. Denn der verhandelt nicht mit uns“, sagte er.

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