Weniger Eintritt in Museen, Bädern und anderen Einrichtungen bezahlen künftig 31 Männer und Frauen aus der Region Hannover. Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan und Regionspräsident Hauke Jagau überreichten Donnerstagabend die ersten Ehrenamtskarten für engagierte Bewohner der hannoverschen Umlandkommunen.
„Die Ehrenamtskarte ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für ein langjähriges und intensives Engagement“, sagte Özkan bei der Übergabe im Regionshaus. Landesweit gebe es 2,8 Millionen Bürger, die auf diese Weise tätig seien. Jagau hob die hohe Bedeutung des freiwilligen Einsatzes für das Gemeinwohl hervor: „Tatsächlich gibt es in Deutschland keine Alternative mehr zum ehrenamtlichen Engagement.“
Die Karte wird an Menschen vergeben, die sich unentgeltlich mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr fürs Gemeinwohl einsetzen. Wer die Bedingungen erfüllt, mindestens 18 Jahre alt und seit mehr als drei Jahren ehrenamtlich aktiv ist, kann die Karte beantragen.
Sie berechtigt zum ermäßigten Eintritt vor allem beim Besuch öffentlicher Einrichtungen. Dazu zählen in Hannover unter anderem viele Museen, das Staatstheater, das Kommunale Kino und das Sealife. Im Umland ist die Auswahl unterschiedlich: Während die Träger der Karte beispielsweise im Pattenser Hallen- und Freibad nur die Hälfte Eintritt zahlen, gibt es in Hemmingen bislang keine Vergünstigungen. Auch in Laatzen sind lediglich der Besuch des Kunsthandwerkermarkts Kaleidoskop und das Weihnachtsmärchen frei oder rabattiert.
Die ersten Laatzener mit den neuen Ehrenamtskarten sind Horst Kähler und Klaus-Dieter Meyer vom Seniorenbeirat. Geehrt wurde auch die Hemmingerin Sigrid Nickel, die sich bei der Trinitatis-Kirchengemeinde in Hemmingen-Westerfeld und beim Kirchenkreis Laatzen-Springe engagiert.
Weitere 68 Bürger erhalten die Karten in Kürze aus den Händen der jeweiligen Bürgermeister. Infos zu den Ermäßigungen gibt es im Internet.
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