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Mitmachgärtner feiern Erntedankfest

Laatzen-Mitte Mitmachgärtner feiern Erntedankfest

Die Beteiligten des Mitmachgartens auf der Erweiterungsfläche des Parks der Sinne haben am Sonnabend ihr Erntedankfest im Restaurant Amano gefeiert. Mit dem Verlauf des Projektes der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) sind die Beteiligten sehr zufrieden.

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Die Mitmachgärtner feiern im Restaurant Amano ihr Erntedankfest. Zu Essen gibt es eine Topinambur-Gemüse, dass die Laatzener Gärtnergemeinschaft im Mitmachgarten angepflanzt hatte.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Laatzen-Mitte. "Wir erwirtschaften sogar mehr, als wir eigentlich benötigen", sagt Projektmitarbeiter Philip Kosanke, der die Treffen der Gruppe koordiniert und auch die Gartenbildung für die Beteiligten anleitet. Wenn Gemüse geerntet wird, könnten die Mitmachgärtner meist mehr mitnehmen, als sie im eigenen Haushalt verwenden können. Einen Teil der Ernte nimmt ihnen deshalb das Restaurant Amano ab. Im Gegenzug bereiten die Mitarbeitern den Gärtnern hin und wieder Essen zu, das sie aus denn Nahrungsmitteln der Gärtner kochen. Beim Erntedankfest am Sonnabend gab es zum Beispiel eine leckere Topinambur-Gemüsepfanne. "Das Gemüse ähnelt einer Kartoffel, die Pflanze ist aber eine Sonnenblumenart", sagt Kosanke. 

Rund 20 Teilnehmer würden sich derzeit mehr oder weniger regelmäßig am Mitmachgarten beteiligen. "Es ist ja die Idee des Gemeinschaftsgartens, dass jeder so mitmacht, wie er will oder kann", sagt Kosanke. Entsprechend der Beteiligung würden die Erträge unter den Beteiligten verteilt. "Wir rufen uns auch immer wieder in Erinnerung, dass das Projekt mehr ist als nur Gärtnern."

Einmal wöchentlich gibt es einen festen Termin, bei dem sich die Beteiligten je nach Witterung im Garten treffen oder im ZAQ über das Gärtnern weiterbilden. "Wir besprechen dabei, welche Pflanzen wann angepflanzt werden sollen, was wir überhaupt anpflanzen wollen und was wir sonst noch für Möglichkeiten in dem Garten haben" sagt Kosanke. Die Beteiligten experimentieren auch: Sie wollen zum Beispiel herausfinden, welches Gemüse sich für den Garten überhaupt eignet. "Wir haben zum Beispiel Sojabohnen und Lupinen angepflanzt, um herauszufinden, welche dieser Pflanzen bei diesem Klima und auf diesem Boden besser wächst." In diesem Fall habe sich die Lupine gegen die Sojabohne durchgesetzt.  

Dass sich die Gruppe mittlerweile selbst trägt, werten die Beteiligten als großen Erfolg. Schließlich sei die Förderung im Rahmen eines Pilotprojektes des Bundesumweltministeriums zur Nationalen Stadtentwicklung, das über den Verein Transition Town und das Pestel Institut getragen wurden, bereits ausgelaufen. Die laufenden Kosten würden über das Programm "Demokratie leben" finanziert. Neue Interessenten können jederzeit zu der Gruppe stoßen, die als Gemeinschaft derzeit donnerstags von 16 bis 18 Uhr im Garten zusammenkommt, in kleineren Gruppen aber fast täglich die Fläche bewirtschaftet.

Für die Zukunft haben die Mitglieder weitere Ideen - zum Beispiel eine Windmühle oder Solarzellen, mit denen Strom erzeugt für die Wasserpumpe des Teiches, aber auch zum Aufladen von Handys erzeugt werden kann. Auch Gewächshäuser könnten auf der Fläche aufgebaut werden. "Was wir davon umsetzen können und wollen, müssen wir uns noch gemeinsam überlegen."

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Von Daniel Junker

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